"Lange sonnig …“
Bauernregel zu Sankt Regine: Kommt jetzt ein langer Spätsommer?
Am 7. September wird der Gedenktag der heiligen Regine gefeiert. Rund um diesen Tag gibt es eine alte Wetterregel:
"Ist Regine warm und sonnig, bleibt das Wetter lange wonnig." Eine weitere Variante lautet: "Regina warm und wonnig, bleibt das Wetter lange sonnig." Die Aussage dahinter: Zeigt sich der 7. September warm und freundlich, soll der Spätsommer noch eine Weile anhalten.
Österreich erwartet spätsommerliche Temperaturen
Für Montag, den 7. September 2026, sieht die Prognose für Österreich tatsächlich freundlich aus. Laut GeoSphere Austria startet die neue Woche vielerorts zumindest zeitweise sonnig. Von West nach Ost ziehen lediglich lockere Wolkenfelder durch. Vereinzelt können sich im Tagesverlauf Quellwolken bilden, aus denen einzelne Schauer oder Gewitter entstehen.
In den Morgenstunden werden 6 bis 16 Grad erwartet. Tagsüber steigen die Temperaturen auf 23 bis 30 Grad, wobei es im Westen am wärmsten wird.
Damit könnte die alte Bauernregel für Österreich zumindest auf den ersten Blick einen Treffer landen: Der Regine-Tag wird vielerorts warm und sonnig.
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Bleibt es danach wirklich schön?
Genau hier wird es spannend. Die Bauernregel verspricht nicht nur einen schönen einzelnen Tag, sondern gleich eine längere Schönwetterphase.
Eine solche langfristige Vorhersage lässt sich daraus allerdings nicht zuverlässig ableiten. Wetterlagen werden von Hoch- und Tiefdruckgebieten, Luftmassen und Fronten bestimmt – nicht vom Namen eines bestimmten Tages.
Die Bauernregel beschreibt vielmehr eine alte Wetterbeobachtung. Ein warmer und sonniger Tag Anfang September kann tatsächlich mit einer stabilen Wetterlage zusammenfallen. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass der gesamte restliche September sonnig bleibt.
Woher kommt die Regel?
Bauernregeln entstanden aus jahrhundertelangen Wetterbeobachtungen. Besonders sogenannte Lostage spielten im bäuerlichen Kalender eine wichtige Rolle.
Der 7. September wurde dabei mit der heiligen Regine verbunden. Ihre Wetterregel sollte Hinweise darauf geben, wie sich das Wetter nach dem Sommer entwickeln könnte.
Heute können solche Sprüche zwar interessant sein, für eine konkrete Wettervorhersage sind aktuelle meteorologische Modelle aber deutlich zuverlässiger.
Wer war die heilige Regine?
Die heilige Regine – auch Regina, Reine oder Régine genannt – soll vermutlich im 3. Jahrhundert gelebt haben.
Als ihr Geburtsort gilt Alise-Sainte-Reine im heutigen Frankreich. Sie wird unter anderem als Schutzpatronin der Zimmerleute verehrt.
Auf Darstellungen erscheint Regine als Jungfrau und Märtyrin, häufig mit Kreuz, Schwert oder Schafen.
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