Ekel-Anweisung

Wut-Kellner: Italien-Urlaubern ins Essen spucken

Ein Kellner serviert Getränke an einem Straßencafé mit Wassersprühern in Madrid bei Sonnenschein.
© Getty Images
Ein Vorfall in Riccione an der Adriaküste sorgt in Italien für Empörung: Ein Kellner forderte die Küche per Notiz auf dem Kassenzettel auf, in das Essen einer Touristin zu spucken.
OE24 auf Google bevorzugen

Mitte August reiste eine Frau aus Florenz mit ihrer Familie für ein paar Tage an die Küste. Neben Fruchtsäften und Espresso hatte sie in dem Lokal in Riccione auch ein Rührei bestellt. Nach dem Besuch entdeckte die Touristin auf ihrem Kassenzettel eine unfassbare Anweisung des Kellners an die Küche.

Genervter Mitarbeiter fordert Ekel-Aktion

Er hatte seine Kollegen angewiesen, in das Essen der Frau zu spucken. "Die hat mich sehr genervt. Verbrenn die Eier und spuck hinein", stand laut der Zeitung "La Voce di Cesenatico" auf dem Zettel. Die Kundin postete ein Foto der Rechnung nach dem Besuch online und kritisierte das Lokal zusätzlich in einer Google-Rezension.

Restaurantleitung bezieht öffentlich Stellung

Die Restaurantleitung reagierte darauf mit einer Stellungnahme: "Das von Ihnen gemeldete Verhalten war absolut unangemessen und spiegelt in keiner Weise die Werte, den Kundenservice und die professionellen Standards wider, die wir jeden Tag zu gewährleisten suchen." Laut dem Lokal handelte es sich um die Aktion eines 17-jährigen Kellners, der erst seit wenigen Wochen angestellt war. Der Manager habe sich direkt bei der Familie entschuldigt, die Rechnung storniert und eine Alternative angeboten.

Widersprüchliche Angaben zum genauen Ablauf

Die Kundin beschreibt den Ablauf anders. Nach Erhalt des Kassenzettels verlangte sie den Manager, doch dieser war angeblich nicht vor Ort. Erst auf Nachfrage bei einer anderen Kellnerin erschien er. Der junge Mitarbeiter sei "kreidebleich und nervös" geworden und habe die Situation ihr gegenüber als "Scherz zwischen ihm und dem Koch" bezeichnet. Die Urlauberin betonte: "Ich bin immer noch schockiert". Der Vorfall zieht nun weitere Kreise.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden