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Geheimplan: SPÖ-Kreise wollen Babler durch Zeiler ersetzen

Zwei Männer im Anzug vor rotem SPÖ-Hintergrund, einer hält ein rotes Buch.
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Ex-ORF-General soll angeblich bereit sein ++ Wechsel vor den Landtagswahlen 2027 bis 2028 ++ Schlüsselrolle kommt Wien zu
OE24 auf Google bevorzugen

Wie lange hält er das noch aus, der Babler? Diese Frage stellen sich - in Anwandlung eines alten Radiowerbespruchs - angesichts der aktuellen Umfragen viele in der SPÖ. 15 Prozent hatte die SPÖ mit Babler in der oe24-Sommer-Umfrage der Lazarsfeld-Gesellschaft, 16 Prozent sind es im aktuellen Wahltrend der Austria Presse Agentur, wenn das so weitergeht, ziehen die Grünen mit Leonore Gewessler bis zu Weihnachten an der SPÖ vorbei.

Babler und sein Team sind indes im Bunker, stimmungsmäßig und auch tatsächlich. Schuld an den Umfragen sei eben der Boulevard, Babler soll die Schuld demnach nicht bei sich suchen und folgerichtig nicht an Rückzug denken. Presseanfragen kritischer Medien werden ignoriert, das Telefon beispielsweise im Fall von oe24 nicht mehr abgehoben. Gleichzeitig haben sich inzwischen bis auf drei Landesparteivorsitzende alle Granden aus den Gremien verabschiedet. Bunker eben.

In der SPÖ ist einer Gruppe von Landespolitikern sowie der berühmten Liesinger Partie durchaus klar, dass die Partei - erstens - mit Babler nicht mehr in eine Wahl gehen kann. Und - zweitens -, dass der Wechsel tunlichst vor den Landeswahlen stattfinden soll, die ab 2027 in Oberösterreich und Tirol starten. "Wenn sich nicht bald etwas tut, ist das der Untergang", wurde oe24 vergangene Woche von mehreren Seiten versichert.

Doch was soll sich tun? Christian Kern, der im Frühjahr durchaus gewillt war, gegen Babler anzutreten, dann aber zurückzog, soll aus dem Rennen sein. Ins Spiel sei allerdings einer, der 2016 den damaligen Kanzler Faymann ablösen sollte - Kern damals aber unterlegen war: der ehemalige ORF-General und nunmehrige Internationale Präsident von Warner Bros., Gerhard Zeiler.

Zeiler hätte ohne Frage die Statur für den Job, unabsichtlich hat Babler zudem seine Ministerkompetenzen auf den Medienmanager perfekt zugeschnitten: Medien, Kultur, Sport - mit einer Brise Wohnbau, klingt ideal. Das Alter - 71 - scheint in Zeiten Trumps auch kein Hindernis zu sein, und: Der Mann soll durchaus bereit sein, wurde oe24 versichert.

Bleibt nur die Frage: Wie soll das Ganze über die Bühne gehen? Eine Schlüsselrolle käme hier der Wiener Partei zu. Deren Chef Michael Ludwig hat - als einziger Landeschef übrigens - eine Loyalitätserklärung zu Babler abgegeben. Doch als Ludwig im ORF-Sommergespräch explizit gefragt wurde, ob die SPÖ mit Babler in die nächste Wahl geht, musste er auch einmal schlucken, bevor er bejahte.

Allerdings gilt Ludwig durchaus auch als Bewunderer Zeilers, der ja bekanntlich in Ottakring aufwuchs. Ein Wechsel zu Zeiler hätte zudem den Charme, dass die Ampelkoalition eher gefestigt als gefährdet sein würde. Das würde also auch die Koalitionspartner beruhigen.

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