Der ORF muss sparen – so fordert die Regierung schon im nächsten Jahr Einsparungen von 93 Millionen Euro beim Rundfunk. ORF-Generalin Ingrid Thurnher kündigte eine Verfassungsbeschwerde an, auch der designierte Chef ab 2027, Medienprofi Clemens Pig will nicht stillsitzen.
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Am 24. September gibt es jetzt aber noch ein großes Event beim Sender, bei dem "mit Buffet, bezahlten Show-Acts und allerhand Party-Effekten" die Gaudi "groß sein wird, als gäbe es kein Sparprogramm", sagt ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler. Er spricht von der geplanten großen ORF-Programmpräsentation, zu der Werbekunden, Stiftungsräte, Journalisten und Partner eingeladen sind. "Sie feiern auf Kosten des Gebührenzahlers", so Westenthaler zu oe24. "Ich gehe nicht hin – und helfe so beim Sparen."
ORF betont Effekt für die Werbewirtschaft
Am Küniglberg, wo das ORF-Zentrum steht, ist die Rede freilich von dem wichtigen Effekt der Party für die Werbewirtschaft. Mehr als 200 Millionen Euro wurden umgesetzt, Arbeitsplätze geschaffen, man wolle weiter die Wirtschaft antreiben.
So heißt es auf oe24-Anfrage aus dem ORF: "Die ORF-Programmpräsentation ist seit vielen Jahren eine der wichtigsten Informationsveranstaltungen für die österreichische Werbewirtschaft. Gemeinsam mit der Verleihung der ORF AWARDS am selben Abend ist sie ein etablierter Branchentermin, der von der ORF Enterprise finanziert wird. Im Mittelpunkt steht die Präsentation der Programmhighlights für die kommende Saison – und damit eine wesentliche Grundlage für die Planung von Werbekampagnen."
“Die Veranstaltung ist ein wichtiger Auftragsmotor für die heimische Werbebranche und zahlreiche österreichische Unternehmen, die ihre Produkte im Rahmen der strengen gesetzlichen Möglichkeiten im öffentlich-rechtlichen Qualitätsumfeld der reichweitenstarken ORF-Medien bewerben. Die daraus resultierenden Werbebuchungen bewegten sich zB 2025 bei rund 224 Millionen Euro.”
Statement aus dem ORF zur geplanten Programmpräsentation
Damit sei die Programmpräsentation nicht nur ein Branchenevent, sondern ein "wichtiger Meilenstein für die Wertschöpfung in mehreren Wirtschaftszweigen – von der heimischen Produktionswirtschaft über Agenturen und Medienunternehmen bis hin zu zahlreichen weiteren Dienstleistern".
Wer neben Westenthaler auch nicht kommt
Während Peter Westenthaler den ORF weiter kritisch verfolgt und über die "Vorgänge im Rundfunk dem Gebührenzahler genaues Zeugnis abliefern" will, wird es auch einige weitere geben, die eher nicht zur großen Party kommen.
Die aktuelle Chefin Ingrid Thurnher hat durchgegriffen und einige ORF-Großverdiener vor die Tür gesetzt. Darunter den bisherigen Bestverdiener Pius Strobl.
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