Mariä Geburt
Heute entscheidet sich das Wetter für die nächsten vier Wochen
Am 8. September feiert die katholische Kirche Mariä Geburt. Im Bauernkalender ist das Marienfest ein wichtiger Termin. Der Sommer neigt sich nämlich dem Ende zu und der Herbst kommt immer näher. Seit Generationen wird an diesem Tag das Wetter sehr genau beobachtet.
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Eine alte Bauernregel lautet:
“"Wie sich das Wetter an Maria Geburt verhält, so ist’s noch vier Wochen bestellt."”
Bauernregel für Mariä Geburt
Doch hält der Wetterlostag dieses Jahr sein Versprechen? Am Dienstag erwartet Geosphere Austria, dass ab der Mittagszeit oft Quellwolken aufkommen, in den meisten Landesteilen bleibt es jedoch trocken und der sonnige Eindruck überwiegt insgesamt. Um Osttirol sind Regenschauer, mitunter auch Gewitter, am wahrscheinlichsten. Der Wind weht schwach bis mäßig, meist aus südlichen Richtungen. Von elf bis 18 Grad in der Früh steigen die Temperaturen maximal auf 26 bis 34 Grad, mit den höchsten Werten im Nordosten.
Wetterumschwung am Mittwoch
Laut der Bauernregel wird der Frühherbst weiterhin warm bleiben. Jedoch steht am Mittwoch schon ein Wetterumschwung bevor. Von Westen her trifft eine Kaltfront ein. In Vorarlberg und Tirol startet der Tag oft schon bewölkt und es beginnt immer öfter zu regnen, auch ein paar kräftige Regenschauer können eingelagert sein. Weiter östlich scheint zunächst noch die Sonne, ehe sich generell von Westen her sowie ausgehend vom Bergland Wolkenfelder und Quellwolken ausbreiten. Mit diesen steigt dann die Schauerneigung, im Osten auch Gewitterneigung immer weiter an und am Nachmittag regnet es in der Westhälfte dann auch länger andauernd. Der Wind dreht immer öfter auf West und frischt mäßig bis lebhaft auf. Zehn bis 20 Grad hat es in der Früh, 19 bis 31 Grad tagsüber, mit den höchsten Werten erneut ganz im Osten.
Am Donnerstag liegt eine Störungszone voraussichtlich über der Osthälfte Österreichs und mit einem Mittelmeertief ist die genaue Wetterprognose noch sehr unsicher. Voraussichtlich regnet es aber im Osten und Süden noch länger und besonders im Süden auch teilweise kräftig. Im Westen und Norden stellt sich tagsüber eher ein Wechsel aus Sonne, Wolken und Regenschauern ein. Der Wind weht meist schwach bis mäßig, im Osten zeitweise auch lebhaft aus West bis Nordwest. Die Frühtemperaturen erreichen am Donnerstag nur mehr sechs bis 16 Grad, die Tageshöchsttemperaturen 17 bis 23 Grad.
Bedeutung von Bauernregeln
Bauernregeln sind vor allem ein überlieferter Merkspruch. Menschen haben sie in einer Zeit erfunden, in der die Aussaat, Ernte und Viehzucht direkt vom Wetter abhängig war.
Zudem sind verlässliche Vorhersagen für die kommenden vier Wochen fast unmöglich, vor allem anhand eines einzigen Tages. Wichtig wären großräumige Wetterlagen und deren Entwicklung. Auch bei der modernen Wettervorhersage ist eine Prognose über längeren Zeitraum deutlich unsicherer als kurzfristige. Somit sind die hohen Temperaturen am 8. September kein Beweis dafür, dass in Österreich ein Monat lang spätsommerliches Wetter herrschen wird.
Bauernregel für Landarbeiten
An Mariä Geburt gilt eine weitere Bauernregel:
“"Wird Mariä Geburt gesät, ist’s nicht zu früh und nicht zu spät."”
Bauernregel für Mariä Geburt
Diese Regel ist vor allem für bestimmte Arbeiten auf dem Feld gedacht. Anfang September können Landwirte noch bestimmte Pflanzen aussäen, wenn Boden und Temperaturen noch günstige Bedingungen bieten. Zudem ist der Hochsommer vorbei.
Jedoch gilt auch hier, dass es den perfekten Aussaattermin für ganz Österreich nicht gibt. Dieser ist abhängig von Pflanzenart, Höhenlage, Boden und Feuchtigkeit.
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