Sicherheitsmängel

Halloween-Razzia: 200 Gäste mussten Lokal verlassen

Razzia in einem Club mit roter Beleuchtung, Beamte überprüfen Menschen während Halloween-Kontrolle.
© Gruppe Sofortmaßnahmen
Zu laute Musik, Schwarzarbeit und gefährliche Sicherheitsmängel beschäftigten am Halloween-Wochenende die Behörden. In einem Lokal endete die Kontrolle mit einer Räumung.
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Bei Schwerpunktkontrollen rund um die Halloween-Feierlichkeiten stieß die Gruppe Sofortmaßnahmen gemeinsam mit der Veranstaltungsbehörde (MA 36), dem Marktamt (MA 59) und dem Arbeitsmarktservice auf massive Sicherheitsmängel. Insgesamt 16 Lokale und Nachtklubs im gesamten Stadtgebiet wurden am Freitag und Samstag genau unter die Lupe genommen.

Mitten im Halloween-Trubel war für rund 200 Gäste plötzlich Schluss mit Lustig. Bei einer Kontrolle in einem Lokal entdeckten die Behörden Notausgänge, die mit Baumaterialien und Maschinen verstellt waren. Auch die Fluchtwegbeleuchtung war irreführend angebracht. Wegen der akuten Sicherheitsrisiken musste das Lokal geräumt werden. Die Betreiberin kam der Aufforderung der Behörden nach und ließ die Feiernden hinaus. Doch das war längst nicht der einzige Vorfall, bei dem während des Halloween-Wochenendes eingeschritten werden musste.

In acht Lokalen bestand akute Gefahr

In der Hälfte der überprüften Betriebe mussten die Behörden sofort eingreifen. Unter anderem wurden brennbare Dekorationen entfernt. Auch versperrte Notausgänge, fehlende Feuerlöscher und kaputte Notausgangsleuchten wurden entdeckt. "Die Halloween-Feierlichkeiten dürfen nicht auf Kosten der Sicherheit gehen", betont Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen. Solche Mängel könnten im Ernstfall dramatische Folgen haben, warnt er.

Zu laute Musik und Schwarzarbeit

Eine Tür mit Notausgangsschild ist mit Folie und Luftpolsterfolie verhüllt und teilweise blockiert.
Die Gruppe Sofortmaßnahmen hatbei Halloween-Kontrollen zahlreiche Sicherheitsmängel aufgedeckt. © Gruppe Sofortmaßnahmen

In vier Lokalen war die Musik zudem derart laut, dass die erlaubten Grenzwerte teilweise massiv überschritten wurden. Laut den Behörden bestand dadurch sogar eine akute Gesundheitsgefahr. Alle vier Betriebe wurden angezeigt. Weitere 15 Anzeigen erstattete der Magistrat, unter anderem wegen Verstößen gegen die Gewerbeordnung, das Wiener Jugendschutzgesetz und das Maß- und Eichgesetz. Auch das AMS wurde fündig und erstattete acht Anzeigen wegen Schwarzarbeit.

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