Berlin
Computer-Ausfall belastet 27.200 Polizeibeamte
Ohne das System können die Beamten nicht prüfen, ob eine Person gesucht wird – und die Internetwache ist gesperrt.
Mehrere Polizisten bestätigten der Berliner Zeitung unabhängig voneinander die massiven Einschränkungen. Am Dienstag habe das System bereits extrem langsam gearbeitet oder teilweise gar nicht funktioniert. Am Mittwoch sei nun ein Arbeiten kaum noch möglich: "Kein Sachbearbeiter kann arbeiten. Personen können nicht überprüft werden. Anzeigen müssen auf Papier festgehalten werden." Ein Beamter sprach vom "finstersten Mittelalter".
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"Technische Störung" bestätigt
Die Polizei selbst hatte auf X lediglich von einer technischen Störung berichtet und gehofft, die Internetwache am Folgetag wieder verfügbar zu haben. Ein Sprecher nannte gegenüber der Berliner Zeitung ein Update als Ursache und kündigte eine baldige Wiederherstellung an. Interne IT-Mitteilungen zeichnen ein anderes Bild: Nach der Installation der Version 26.02 benötigten Funktionen unter Umständen sehr lange Zeit. "Ein Arbeiten mit POLIKS ist unter diesen Umständen kaum möglich." An der Fehleranalyse werde weiter gearbeitet.
Berlin registriert jährlich mehr als eine halbe Million Straftaten bei bundesweit niedrigster Aufklärungsquote. Der Ausfall des zentralen Systems der größten Landespolizeibehörde mit 27.200 Beschäftigten trifft die Behörde in einer ohnehin belasteten Lage.
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