Kindergarten, Feuerwehr, Innenstadt und Wasserleitungen: Der Voranschlag 2027 setzt klare Prioritäten. Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli (ÖVP) betont: "Gerade in finanziell herausfordernden Zeiten tragen wir eine besondere Verantwortung dafür, wie wir mit den Mitteln unserer Stadt umgehen." Und weiter: "Unser Anspruch ist es, heute verantwortungsvoll zu wirtschaften und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass Baden auch für kommende Generationen eine Stadt mit exzellenter Lebensqualität bleibt."
Allein der Neubau des Kindergartens in der Radetzkystraße kostet rund 4,6 Millionen Euro. Er wird nötig, weil der Standort in der Schimmergasse schließt.
Sicherheit und Feuerwehr
Die Stadtpolizei bekommt für 315.000 Euro eine adaptierte Dienststelle in der Hildegardgasse. So sollen die Beamten auch spätabends mehr im Außendienst unterwegs sein.
Die FF Baden-Stadt erhält ein neues Haus in der Fabriksgasse 3, weil der Standort in der Grabengasse längst zu klein ist. Die Kosten liegen laut ersten Schätzungen bei rund 6 Millionen Euro, etwa 2 Millionen Euro davon sollen Förderungen decken.
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Innenstadt und Wasser
Die Südliche Wassergasse wird mit weiteren 1,2 Millionen Euro fertiggestellt, mit mehr Grün und Sitzplätzen. Für die über 100 Jahre alte Trinkwasserleitung nach Ebenfurth sind 2,6 Millionen Euro vorgesehen, 500.000 Euro fließen in die Vorbereitung der Kläranlagen-Modernisierung. Rund 1,5 Millionen Euro gehen in Straßen und Gehwege.
Kein Luxus
Die Vizebürgermeister Markus Riedmayer (SPÖ) und Jowi Trenner (Bürgerliste Wir Badener) stellen klar: "Wir geben sicher kein Geld für Luxus aus, das ist leider nicht da." Für viele Investitionen seien keine Reserven gebildet worden. "Da wir gut wirtschaften, ist es dennoch möglich, unsere Zukunft zu gestalten!"
Der Voranschlag sieht beim Finanzierungshaushalt Einnahmen von 114,66 Millionen und Ausgaben von 118,4 Millionen Euro vor. Man halte "konsequent" am Konsolidierungskurs fest und setze gleichzeitig "klare Schwerpunkte, wo Investitionen in die Zukunft Badens notwendig sind", sagte Bürgermeisterin und Nationalratsabgeordnete Jeitler-Cincelli abschließend.
"Dramatische Situation" nach Kassasturz
Jeitler-Cincelli hatte das Amt nach der Gemeinderatswahl 2025 von ihrem Parteikollegen Stefan Szirucsek übernommen. Ein Kassasturz hatte eine "dramatische Situation" gezeigt, Badens Schuldenstand lag 2024 bei 19,6 Millionen Euro 2024. Die Dreierkoalition hat die Budgetkonsolidierung zur obersten Priorität erklärt. In der Folge wurden etwa Gebühren und Tarife an die tatsächliche Kostenentwicklung angepasst sowie Ermessensausgaben und Personal reduziert.
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