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Afghanen: Die echten Abschiebe-Zahlen

Afghanen: Die echten Abschiebe-Zahlen
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ÖSTERREICH liegen die Zahlen afghanischer Asylwerber vor. So wird abgeschoben.
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Wien. Die Zahl der Asyl­anträge in Österreich steigt wieder stark an: Im ersten Halbjahr gab es einen Anstieg um 86 % im Vergleich zum Vorjahr – die 10.518 Ansuchen werden nur von der Flüchtlingskrise 2015 übertroffen.

Vor allem Asylanträge aus Afghanistan stehen jetzt im Fokus. Denn diese Woche verhinderte der ­Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Abschiebungen von drei straffälligen Asylwerbern aus Österreich nach Afghanistan. Aktuell sitzen die drei afghanischen Staatsbürger in Schubhaft – alle drei sind einschlägig wegen Suchtmitteldelikten und illegalem Waffenbesitz vorbestraft.

Wie viele Afghanen suchen im Land um Asyl an und wie viele werden abgschoben? ÖSTERREICH liegen die detaillierten Zahlen aus dem Innenministerium vor.

Anstieg. Insgesamt stellten 2021 bislang 2.514 Menschen aus Afghanistan einen Antrag auf Asyl in Österreich. Nach Syrien stellen sie somit die zweitgrößte Gruppe bei den Antragstellern dar. Im Vergleich zum Beginn des Jahres haben sich die monatlichen Anträge aus Afghanistan verdreifacht (im Juli waren es bereits 634).

Afghanen: Die echten Abschiebe-Zahlen
© TZOe
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3.780 Abschiebungen seit 2015. Von den rund 52.000 Anträgen der letzten fünf Jahre wurde knapp 34.500 Afghanen der Schutz in Österreich gewährt. Wer kein Bleiberecht erhält, muss die Heimreise antreten. Allerdings wurden seit 2015 nur 3.780 Afghanen abgeschoben.

127 Straffällige. Heuer wurden bisher199 Personen nach Afghanistan abgeschoben, aber deutlich weniger als noch 2019 (da waren es über 500). 127 der heuer rückgeführten Afghanen haben in Österreich gegen Gesetze verstoßen. Das sind 65 Prozent!

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