LASK gegen Celtic

Wunder von Linz gesucht: Kühbauer jagt den Traum von der Königsklasse

LASK-Spieler Sasha Horvath in einem schwarz-roten Trikot dribbelt den Ball auf einem grünen Rasen, umgeben von Gegnern in weiß-grün gestreiften Trikots, während Zuschauer im Hintergrund auf den Tribünen sitzen.
Der LASK jagt am Dienstagabend gegen Celtic Glasgow die Wende im Champions-League-Play-off. Trotz einer bitteren 0:3-Hypothek aus dem Hinspiel setzt Coach Didi Kühbauer voll auf Angriff.
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Österreichs Meister steht am Dienstag vor einer schier unlösbaren Herkulesaufgabe. Der LASK muss im Play-off-Rückspiel gegen Schottlands Champion Celtic Glasgow eine 0:3-Hypothek wettmachen (21:00 Uhr/live Sky & Sport24-Liveticker). Die Oberösterreicher erwarten eine stimmungsvolle Kulisse im Linzer Stadion, über 16.500 Tickets waren bis Montagnachmittag bereits vergriffen. Trainer Dietmar Kühbauer gibt sich vor dem Duell gewohnt kämpferisch: "Aufgeben werden wir definitiv nicht. Wenn wir einen guten Spielverlauf haben und ein Tor machen, kann das vieles bewirken."

Der Realist in Kühbauer weiß jedoch genau, dass für den Einzug in die Königsklasse ein echtes Fußball-Wunder nötig ist. Er fordert von seinen Athletikern eine außergewöhnliche Leistung und kündigte an, mutiger aufzutreten. "Wir müssen mit mehr Risiko ins Spiel gehen. Das bedeutet kein offenes Scheunentor, aber wir können nicht abwarten. Unser Ziel ist, dass wir gut ins Spiel kommen und ihnen unser Spiel aufzwingen", betonte der LASK-Coach.

LASK sucht die Effizienz im Angriff

Schon beim 0:3 im Hinspiel sah Kühbauer trotz des harten Ergebnisses ein gutes Spiel seiner Mannschaft. Er fordert nun vor allem vor dem gegnerischen Gehäuse die nötige Kaltschnäuzigkeit. Solange der Traum von der Königsklasse lebt, wird der passionierte Trainingsanzug-Träger Kühbauer auch diesmal an der Seitenlinie im feinen Anzug stehen. "Mit Anzug bin ich nicht besser oder schlechter. Aber auch morgen werde ich im Anzug daherrennen. Wenn es hilft, ziehe ich ihn mein Leben lang an", witzelte der Chefcoach der Linzer.

Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, wie selten Europacup-Wunder dieser Art gelingen. Erst zweimal schaffte ein österreichischer Klub das Kunststück, einen Drei-Tore-Rückstand im Europacup aufzuholen – beide Male war es Rapid Wien im letzten Jahrhundert (1957 gegen AC Milan und 1985 gegen Dynamo Dresden). Stürmer Samuel Adeniran zeigt sich dennoch zuversichtlich: "Es ist Fußball, alles ist möglich. Wir haben 90 Minuten Zeit, es zu drehen. Es wird hoffentlich möglich sein, drei Tore zu erzielen."

Millionen-Prämie wartet auf den LASK

Sportlich wie wirtschaftlich steht enorm viel auf dem Spiel. Bei einer erfolgreichen Aufholjagd winken dem LASK garantierte CL-Startgelder von 18,62 Millionen Euro. Sollte die Sensationswende ausbleiben, steigen die Linzer mit insgesamt 8,6 Millionen Euro Start- und Schmerzensgeld in die Ligaphase der Europa League um. Die Auslosung für die Königsklasse steigt am Donnerstag, jene der Europa League am Freitag. Beide Teams konnten sich am Wochenende ideal auf das Rückspiel vorbereiten, da ihre Ligaspiele verschoben wurden.

Celtic-Legende Martin O'Neill stieg trotz des klaren Hinspielsiegs pflichtschuldig auf die Euphoriebremse. "Das Duell ist absolut noch offen", warnte der 75-jährige Trainer der Schotten. Seine Mannschaft kenne die Gefahr im Linzer Stadion ganz genau. Gleichzeitig weiß O'Neill um die eigene Offensivstärke und kündigte an, auch in Linz auf Tore zu spielen. Der LASK benötigt somit die perfekte Balance zwischen Absicherung und voller Offensivpower.

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