Champions League

»Wir sind nicht dumm«: Baumgartners knallharte Leipzig-Rechnung

Christoph Baumgartner von RB Leipzig jubelt und klatscht während eines Fußballspiels.
© GEPA pictures
Drei Punkte, vier Spiele übrig. Nach dem nächsten Champions-League-Rückschlag macht ÖFB-Star Christoph Baumgartner eine klare Rechnung auf.
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RB Leipzig steckt in der Champions-League-Klemme. Nach dem bitteren 2:3 gegen Manchester City haben die Sachsen erst drei Punkte aus vier Spielen auf dem Konto. Der Einzug in die K.-o.-Phase gerät in Gefahr. Doch ÖFB-Teamspieler Christoph Baumgartner (27) will von Aufgeben nichts wissen und hat bereits ausgerechnet, wie Leipzig die Wende noch schaffen kann.

"Wir sind nicht dumm, können auch rechnen, viel können wir uns aber nicht mehr erlauben. Trotzdem glaube ich an uns, an die Mannschaft, an unsere Qualität", erklärte Baumgartner nach der dritten Niederlage im vierten Königsklassen-Spiel.

Zweimal zurückgekämpft, am Ende wieder verloren

Dabei hatte Leipzig gegen den englischen Meister ordentlich dagegengehalten. Nach einem Eigentor von Castello Lukeba (37.) brachte Ridle Baku die Hausherren kurz nach der Pause zurück ins Spiel (49.).

Doch City schlug erneut zu. Enzo Fernández köpfelte zum 2:1 ein (58.), nur drei Minuten später glich Antonio Nusa wieder aus (61.). Leipzig war erneut im Spiel – bis Erling Haaland in der 78. Minute den entscheidenden Treffer erzielte. David Raum traf mit einem Freistoß danach nur noch die Latte (81.).

Haaland von Manchester City köpft im Strafraum, mehrere Leipziger verteidigen, Torwart beobachtet.
Erling Haaland sorgt für Gefahr im Leipziger Strafraum. Der City-Torjäger erzielte beim 3:2-Sieg den entscheidenden Treffer. © IMAGO/Eibner

Für Baumgartner war es der erste Startelfeinsatz nach seiner längeren Verletzungspause. Der Österreicher hatte selbst zwei Möglichkeiten (30., 47.), musste aber in der 57. Minute für Christopher Nkunku vom Feld. ÖFB-Kollege Nicolas Seiwald wurde in der 74. Minute eingewechselt.

Baumgartner fordert mehr Cleverness

Nach dem Schlusspfiff war der Ärger beim ÖFB-Star groß. "Es ist extrem bitter. Ich glaube, wir haben über weite Strecken echt ein gutes Spiel gemacht und alles reingelegt", sagte Baumgartner.

Besonders die verpasste Chance auf einen Punkt wurmte ihn. "Hier zu Hause musst du auf jeden Fall zumindest einen Punkt mitnehmen", stellte der 27-Jährige klar.

Auch Leipzig-Trainer Martín Demichelis haderte mit dem Ergebnis. Seiner Meinung nach hätte die Mannschaft angesichts ihrer Leistung sogar mehr als einen Punkt verdient. Besonders die Arbeit gegen den Ball gefiel dem Argentinier.

Fußballspieler von RB Leipzig und Manchester City im Champions-League-Spiel auf dem Spielfeld.
Enttäuschung bei Nicolas Seiwald (M.) nach der 2:3-Niederlage gegen Manchester City. Leipzig hält nach vier Champions-League-Spielen erst bei drei Punkten. © IMAGO/Eibner

Sieben Punkte fehlen zur Baumgartner-Marke

Jetzt wird gerechnet. Vier Spiele bleiben Leipzig in der Ligaphase noch, sieben Punkte fehlen auf jene Marke, die Baumgartner selbst für das Weiterkommen anpeilt.

"Ich glaube, dass wir ungefähr zehn Punkte brauchen. Jetzt kommen Spiele, wo wir die Chance haben, zu punkten. Also müssen wir jetzt abliefern."

Die Rechnung ist einfach: Zwei Siege und ein Remis aus den verbleibenden vier Partien würden Leipzig auf zehn Punkte bringen. Ob das tatsächlich für die K.-o.-Play-offs reicht, hängt allerdings auch von den Ergebnissen der Konkurrenz ab.

Baumgartner verlangt deshalb eine Steigerung. "Da müssen wir alle anpacken. Ein Stück mehr Cleverness und noch mehr Mut, dann bin ich überzeugt, dass wir zu mehr Punkten kommen werden."

Ausgerechnet gegen den 1:9-Verlierer geht es weiter

Die nächste Chance bietet sich am 24. November gegen RC Lens. Die Franzosen kommen mit einer historischen Blamage im Gepäck: Am Mittwoch wurden sie von Como mit 1:9 zerlegt – die höchste Niederlage in der Geschichte der Champions League.

Danach wird das Programm nicht leichter. Am 8. Dezember wartet Manchester United, ehe Leipzig im Jänner noch gegen Schachtar Donezk (20.) und Feyenoord Rotterdam (27.) antreten muss.

Sieben Punkte aus diesen vier Spielen – das ist Baumgartners Rechnung für die Rettung der Leipziger Champions-League-Saison.

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