Kinderstar

"Was soll das?" North West sorgt mit Magazin-Cover für Wirbel

Zwei Frauen in schwarzer Kleidung gehen auf einer Modenschau in Paris, begleitet von einem Sicherheitsmann.
© Getty Images
Mit gerade einmal 13 Jahren landet North West schon auf dem nächsten großen Solo-Cover. Die Tochter von Kim Kardashian und Kanye West macht damit klar: Sie will selbst ins Rampenlicht. Doch wie viel Ruhm verträgt ein Teenager und wann wird der frühe Hype zur Belastungsprobe?
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North West ist gerade einmal 13 und sorgt trotzdem schon seit ihrer Geburt für Schlagzeilen. Als ihre Eltern sechs Tage nach ihrer Geburt ihren Namen verrieten, wurde dieser umgehend zum kulturellen Gesprächsthema. Jetzt legt das Promi-Kind noch einmal nach: Das renommierte britische Dazed-Magazin setzt North auf das Cover seiner Herbstausgabe 2026 und das ausgerechnet für die "New Idols"-Edition. Mit 13 Jahren als neues globales Idol gefeiert zu werden, ist eine Ansage.

Ein Kind als Kultfigur

Es ist ein Meilenstein, von dem viele erwachsene Models und Künstler jahrelang nur träumen können: Für das "New Idols"-Cover stand North vor der Linse des gefeierten Star-Fotografen und Filmemachers Gus Van San. Die Bilder sind stilisiert und zeigen eine North, die als die neue Galionsfigur einer ganzen Generation positioniert wird.

Auf Social-Media-Plattformen und in Reddit-Foren häuft sich die Kritik. "Wie kann man ein Kind, das gerade mal in die Pubertät kommt, als Idol stilisieren und ihm diesen massiven Druck aufbürden?", fragen sich unzählige User fassungslos. Andere werfen den Eltern vor, ihre Tochter viel zu früh in die Öffentlichkeit zu zerren: "Warum sollten sie wollen, dass ihr Kind ein Star wird, wenn man bedenkt, wie die Karriere bei 99 % der Kinderstars endet?"

Ein Leben im Rampenlicht

Dass North mit ihren 13 Jahren längst kein normales Leben führt, ist kein Geheimnis. Erst im Mai dieses Jahres droppte sie ihre eigene Debüt-EP namens "N0rth4evr" und machte damit klar: Sie will ins Rampenlicht. Im Interview mit Dazed verriet sie jetzt selbstbewusst, dass sie den Ratschlag, ihre Karriere auf später zu verschieben, abgeschmettert habe. Ihre Begründung: „Das ist mein Hobby, das ist es, was ich liebe, das ist es, was ich mit meinem Leben machen will“. Ein Selbstbewusstsein und eine Zielstrebigkeit, die man eher von gestandenen Weltstars kennt, nicht von einer 13-Jährigen, die eigentlich noch die Schulbank drückt.

Die Schattenseiten des frühen Ruhms

Trotz ihres enormen Selbstbewusstseins, spricht North erstaunlich ehrlich über die Schattenseiten ihres Lebens im Blitzlichtgewitter. "Egal, wohin ich gehe, ich fühle mich fehl am Platz. Ich kann mich nicht einmal meinem Alter entsprechend verhalten", rappt sie im Titelsong ihrer EP, bevor sie nachlegt: "Ich vertraue niemandem, die sind alle zwielichtig."

Auch optisch sprengt die 13-Jährige jeden Rahmen. Mit riesigen Hüten, schrillen Sonnenbrillen, Neon-Grills, knallblauen Zöpfen, Rick-Owens-Geobaskets und einer Vielzahl an Piercings hat sie einen unverkennbaren Look kreiert. Doch für North ist das reine Selbstentfaltung. Wie sie ihrer Mutter erklärt: "Alle schwärmen für Jungs, vapen und machen Blödsinn. Ich will doch nur blaue Haare und Piercings."

North West fasziniert, provoziert und polarisiert. Sie ist das ultimative Produkt einer Welt, in der Ruhm vererbt wird und das Blitzlichtgewitter keine Altersgrenze kennt. Sie führt ein Leben, in dem die Grenzen zwischen Kindheit und Mega-Ruhm längst verschwommen sind.

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