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VW-Beben: Geschäft bricht ein

Nahaufnahme des VW-Logos an einem schwarzen VW Golf 8 GTI in der Produktionshalle.
© IMAGO/regios24
Europas größter Autobauer Volkswagen hat im Sommer den stärksten Absatzrückgang seit gut vier Jahren verzeichnet.
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Der deutsche Konzern, zu dem neben der Hauptmarke Volkswagen unter anderem Audi und die Nutzfahrzeugtochter Traton gehören, verkaufte von Juni bis September knapp 1,9 Millionen Fahrzeuge, das sind 14,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

"Der deutlich rückläufige Gesamtmarkt in China bleibt eine branchenweite Herausforderung", sagte VW-Vertriebschef Martin Sander am Montag. Allein in der Volksrepublik brachen die Verkäufe um fast zwei Fünftel ein. Allerdings lief es auch in den meisten anderen Weltregionen im Sommer schlechter als vor Jahresfrist. Die einzige Region, in der Volkswagen im Sommer mehr Autos verkaufte, war Zentral- und Osteuropa mit einem minimalen Anstieg um 1,4 Prozent. Zuletzt hatten die Wolfsburger im zweiten Quartal 2022 mit minus 22,4 Prozent einen stärkeren Absatzrückgang verzeichnet.

Für die ersten neun Monate des laufenden Jahres summiere sich der Absatz auf 6,01 Millionen Fahrzeuge, hieß es weiter. Dies sei ein Rückgang von neun Prozent. Das China-Geschäft schrumpfte in diesem Zeitraum um rund 30 Prozent. An der Börse legten die Papiere des Dax-Konzerns gut ein Prozent zu.

Traton profitiert von US-Belebung

Auf Markenebene mussten Volkswagen und Audi im dritten Quartal jeweils Rückgänge von knapp 20 Prozent hinnehmen. Bei Audi lief insbesondere auch das Nordamerika-Geschäft schlechter. Die geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten sich verschlechtert, hieß es zur Begründung. Hohe Kraftstoffpreise, der intensive Wettbewerb, der steigende Exportdruck aus China sowie die Auswirkungen der US-Zölle erhöhten den Druck auf die gesamte Autoindustrie. Porsche verkaufte 15 Prozent weniger Fahrzeuge. Skoda konnte den Absatz stabil halten.

Auch das Elektroauto-Geschäft lief schlechter. Im Sommer setzte VW weltweit 240.200 Elektroautos ab, das sind 4,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein kräftiger Anstieg der Nachfrage nach diesen Fahrzeugen in Europa habe den Rückgang in den anderen Weltregionen nicht ausgleichen können, hieß es. Auf dem Heimatmarkt verdoppelte sich der Auftragsbestand bei Elektroautos im Vergleich zum Jahresende 2025. Dabei spiele insbesondere die Kleinwagen-Familie um den elektrischen ID.Polo eine Rolle. Bisher seien fast 150.000 Bestellungen für die Fahrzeuge eingegangen.

Ein Lichtblick war dagegen die Nutzfahrzeugsparte Traton mit einem Absatzplus von gut zehn Prozent. Sie profitierte von einer deutlichen Belebung des US-Markts, wo Traton mit der Marke International Motors vertreten ist. Mit 19.900 Fahrzeugen lieferte die Sparte International 48 Prozent mehr aus als im Vorjahr und konnte damit den Absatzrückgang des ersten Halbjahres mehr als ausgleichen. Der US-Markt habe zuletzt eine starke Belebung der Kundennachfrage gezeigt, hieß es.

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