Halloween steht vor der Tür, bis Silvester sind es noch mehr als zwei Monate. Doch in Floridsdorf knallt es schon jetzt gewaltig. Vor allem aus der Mitterhofergasse und der Großfeldsiedlung häufen sich Beschwerden über laute Böllerknallerei. Die Detonationen sorgen bei Anrainern für Verunsicherung und belasten auch viele Tiere. Jetzt reagiert die Polizei mit verstärkten Kontrollen. Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) will noch einen Schritt weitergehen und fordert ein Verkaufsverbot für gefährliche Böller im benachbarten Ausland.
Polizei setzt jetzt sogar Spürhunde ein
Wie angespannt die Situation ist, hat sich Papai bei einem Lokalaugenschein gemeinsam mit dem Floridsdorfer Stadtpolizeikommandanten Michael Holzgruber in der Mitterhofergasse angesehen. Auch bei der Polizei gehen zunehmend Beschwerden ein. "Tatsächlich zeigt sich, dass heuer zeitiger als sonst mit dem Böllern begonnen wurde und mit mehr Intensität", berichtet Oberst Holzgruber.
Die Exekutive hat bereits reagiert. Polizeistreifen sind nun häufiger in den betroffenen Gebieten unterwegs, die Abstände zwischen den Kontrollen wurden verkürzt. Mittlerweile kommt sogar die Polizeidiensthundestaffel aus Strebersdorf zum Einsatz. Die Vierbeiner sollen mögliche Verstecke von Feuerwerkskörpern im dichten Buschwerk der Wohnhausanlage aufspüren.
Papai hat zudem Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ) eingeschaltet. In einem Schreiben ersucht er um einen verstärkten Einsatz der Ordnungsberater von Wiener Wohnen in den betroffenen Gemeindebauten.
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Verkaufsverbot soll Böller-Schmuggel stoppen
Doch Kontrollen allein reichen dem Bezirksvorsteher nicht. Bereits nach den Vorfällen zum Jahreswechsel 2022/23 in der Mitterhofergasse hat Papai auf illegal eingeführte Böller aufmerksam gemacht und verstärkte Einfuhrkontrollen in der Vorweihnachtszeit erreicht.
Nun nimmt er erneut die Politik in die Pflicht. In einem Brief an Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) fordert Papai diplomatische Schritte gegen den Verkauf gefährlicher pyrotechnischer Gegenstände im benachbarten Ausland. Damit soll verhindert werden, dass derartige Böller überhaupt illegal nach Österreich gelangen.
"Wenn Böller gezielt gezündet werden und Menschen dadurch verängstigt oder gefährdet werden, hört für mich jeder Spaß auf", stellt Papai klar. Der Bezirksvorsteher bedankt sich bei der Polizei für das rasche Einschreiten, sieht aber auch andere Stellen gefordert. Mit den Schreiben an Wiener Wohnen und das Außenministerium will er den Druck erhöhen, damit die Bewohner der betroffenen Wohnhausanlagen wieder mehr Ruhe haben.
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