China & Russland

Trump will atomare Abrüstung verhandeln

Ein Mann im Anzug spricht am Rednerpult mit US-Präsidentensiegel vor US-Flaggen.
© Starpix/Tuma/CP
Die USA führen nach den Worten von Präsident Donald Trump Gespräche mit Russland und China über eine atomare Abrüstung der Länder mit den größten Atomwaffenarsenalen.
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"Die ganze Angelegenheit ist bedauerlich, denn ich würde gerne atomar abrüsten, wenn möglich. Aber wir sprechen tatsächlich mit Russland und China über eine solche Abrüstung", sagte Trump am Donnerstag dem US-Fernsehsender Newsmax.

Dem Bericht zufolge hat Trump auch mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über das Thema gesprochen. Der Präsident erwarte, dass China im Bereich Atomwaffen in den nächsten fünf Jahren zu den USA aufschließen werde.

Angesprochen auf Trumps Aussagen erinnerte Chinas Außenamt die USA an ihre "besondere Pflicht" zur Abrüstung als Nation mit einem "riesigen Nukleararsenal". Chinas Nuklearstärke liege nicht in der Größenordnung jener der USA oder Russlands, sagte Sprecherin Mao Ning in Peking. Von China eine Teilnahme an Verhandlungen über nukleare Abrüstung zu verlangen, sei daher unfair und nicht umsetzbar, fuhr sie fort.

Keine genauen Angaben zu Gesprächen

Mehr Details nannte der US-Präsident nicht. Trump hatte bereits früher gesagt, dass es Gespräche zwischen den drei Staaten über atomare Abrüstung gebe. Angaben zu konkreten Verhandlungsrunden oder Ergebnissen machte Trump allerdings nicht. China hatte Abrüstungsgespräche mit den USA und Russland im Jahr 2020 abgelehnt.

Laut einem Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri verfügt Russland über 5.420 Atomsprengköpfe, die USA über 5.042. China baue sein Atomwaffenarsenal unterdessen schneller aus als jedes andere Land. Bei seiner Militärparade 2025 präsentierte das Land mehrere neue Nuklearsysteme und verfügt inzwischen nach Sipri-Schätzungen insgesamt über rund 620 Atomsprengköpfe.

Sipri warnte in seinem Bericht im Juni, ohne Nachfolgeabkommen könnten Russland und die USA theoretisch viele hundert Sprengköpfe auf bestehende Trägersysteme laden. Die Forscher sprachen von einem neuen nuklearen Wettrüsten.

Bisheriger Rüstungskontrollvertrag ausgelaufen

Im Februar lief der Rüstungskontrollvertrag New Start zwischen Russland und den USA aus, ohne dass ein Nachfolgeabkommen zustande kam. Trump warb danach für ein neues Abkommen, ließ aber offen, wer genau an der Ausarbeitung eines neuen Vertrages beteiligt sein sollte. New Start begrenzte die Zahl der strategischen Nuklearsprengköpfe auf 1.550 Stück für jede Seite, die Zahl der einsatzbereiten Abschussvorrichtungen auf 700.

Russland verfügt nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI über die meisten gelagerten Atomsprengköpfe, gefolgt von den USA und China. Bei der Zahl der einsatzbereiten Sprengköpfe liegen die USA jedoch vor Russland. Das bilaterale New-Start-Abkommen zwischen den USA und Russland zur Begrenzung strategischer Atomwaffen war im Februar 2026 ausgelaufen.

Der 2010 unterzeichnete Vertrag war von Ex-Präsident Joe Biden und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin um fünf Jahre verlängert worden. Nach Angaben von Insidern aus dem US-Außenministerium im Februar bemühen sich die USA jedoch um ein neues, multilaterales Atomabkommen. Washington drängt darauf, das Nachfolgeabkommen auf China auszuweiten. Peking hatte dies bisher jedoch mit der Begründung abgelehnt, die Volksrepublik verfüge über deutlich weniger Sprengköpfe als die beiden großen Atommächte.

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