Wirbel um Posting

Trump krallt sich auf Landkarte Grönland und Kanada

US-Präsident Donald Trump
© Getty Images
Der US-Präsident kokettiert immer wieder mit dem Wunsch, sich andere Länder und Inseln einzuverleiben.
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Washington. Mit Kanada hat US-Präsident Donald Trump einen heftigen Zollstreit, bei Grönland macht er Kontrollansprüche geltend und mit Handelspartner Mexiko lag er auch schon im Clinch: Jetzt provoziert der Republikaner mit einer Nordamerika-Landkarte, die diese Länder und die Arktisinsel in die US-Flagge gehüllt darstellt. Darauf prangt nur ein einziger Ländername: Vereinigte Staaten von Amerika.

Karte Nordamerikas mit US-Flagge über dem gesamten Kontinent und Text „United States of America“.
Das provokante Truth-Social-Posting von Trump zeigt eine Karte Nordamerikas mit US-Flagge über dem gesamten Kontinent und Grönland. © Truth Social/@realDonaldTrump

In die auf der Plattform Truth Social veröffentlichte Grafik einbezogen waren unter anderem auch Island und Kuba - dem schwer angeschlagenen Karibikstaat hatte Trump schon offen mit einer Übernahme gedroht. Trump kommentierte die Landkarte nicht, sondern ließ sie für sich stehen.

Mit deutlichen Worten reagierte Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum wenige Stunden nach Trumps Post. Auf der Plattform X schrieb sie, dass ihr Land weder eine Kolonie noch ein Protektorat eines fremden Landes sei oder jemals sein werde. "Wir sind stolz darauf, ein freies, unabhängiges und souveränes Land zu sein", schrieb sie. Trump nannte sie dabei nicht namentlich.

Der US-Präsident kokettiert immer wieder mit dem Wunsch, sich andere Länder und Inseln einzuverleiben. Im Falle von Kanada hatte Trump anklingen lassen, dass das Nachbarland der 51. Staat der USA werden könnte. Grönland will er kaufen und argumentiert, nur die USA könnten die zu Dänemark gehörende Insel gegen Begehrlichkeiten beispielsweise aus Russland oder China verteidigen.

Trumps Faible für Umbenennungen

Trump hat in seiner zweiten Amtszeit seit 2025 auch schon zum Mittel von geografischen Umbenennungen gegriffen, um die Dominanz der USA zu demonstrieren. Zuerst taufte er den Golf von Mexiko in "Golf von Amerika" um. Jüngst ordnete er die Umbenennung des Sees Lake Ontario, durch den die Grenze zu Kanada verläuft, in "Lake America" an.

Am Wochenende brachte er eine neue Idee auf, die die USA selbst betreffen. Aus dem US-Staat New Mexico könnte "New America" werden. Das legte zumindest einer seiner Posts auf Truth Social nahe. Er zeigte eine Karte des US-Staats, auf der das Wort "Mexico" durchgestrichen war - stattdessen stand dort "America".

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