Reisetrends

Reise-Studie enthüllt: So sehr verändert sich unser Urlaub 2026

Frau mit Sonnenbrille und Schwimmring lacht im Wasser und streckt Arme und Beine nach oben.
© Getty Images
Weniger Stress, mehr Erlebnis: Der neue Reisetrend Report 2026 enthüllt, wie wir aktuell am liebsten urlauben. Das überraschende Ergebnis: Alleinreisen und die Sehnsucht nach totaler Ruhe dominieren die Reisesaison.
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Der Anspruch an den wohlverdienten Urlaub hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Die Menschen wollen im Urlaub nicht mehr bloß starre Programme abarbeiten und Sehenswürdigkeiten hektisch abhaken, sondern suchen nach echten Erlebnissen, die langfristig im Gedächtnis bleiben. Dies belegt der aktuelle European Travel Trend Report der DERTOUR Group, der das Urlaubsverhalten der Europäer analysiert hat. Für die Erhebung wurden insgesamt 8.000 Personen in 13 europäischen Ländern befragt, darunter auch 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich.

Mehr Zeit am Urlaubsort

Was den Österreichern beim Reisen wirklich wichtig ist? Echte Erholung. Statt in fünf Tagen möglichst viele Städte abzuhaken, geht es zunehmend darum, bewusst weniger zu erleben, dafür umso intensiver. Man will die Menschen vor Ort, die Kultur und die Natur wieder authentisch spüren.

Mutter und Tochter sitzen lachend auf einem Segelboot vor Bergen und Meer bei sonnigem Wetter.
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Gerade in Österreich ist die Sehnsucht nach Entschleunigung besonders stark ausgeprägt. Unter den Befürwortern von Slow Travel schätzen fast 59 Prozent die langsamere Fortbewegung, weil sie ihr Ziel dadurch intensiver erleben können. Über 67 Prozent wünschen sich explizit mehr Zeit am jeweiligen Urlaubsort. Zudem wollen 56 Prozent der österreichischen Befragten den alltäglichen Stress komplett hinter sich lassen.

Wellness, unberührte Natur und neue Hotelkonzepte

Passend zur neuen Urlaubs-Gelassenheit verzeichnen auch Wellness- und Naturerlebnisse einen echten Boom. In Österreich stehen bei Wellnessreisen Spa-Angebote wie Thermen, Pools und Saunen mit 47 Prozent ganz klar an erster Stelle. Danach folgen eine naturnahe Lage mit besonders guter Luft (35 Prozent) sowie spezifische Sport- und Gesundheitsservices mit 23 beziehungsweise 20 Prozent. Ein Drittel der Befragten (33 Prozent) gibt an, dass Naturerlebnisse das wichtigste Reisemotiv sind. Die Reisebranche reagiert bereits mit neuen Konzepten auf diesen Trend. Weg vom Massentourismus, hin zur bewussten Auszeit.

Digital Detox: Das Smartphone bleibt im Koffer

Fröhliches Paar mit Helmen fährt Moped auf leerer Straße vor pinker Wand im Urlaub.
© Getty Images

Zum bewussten Abschalten gehört für viele Reisende heute auch das Ausschalten des Smartphones. Fast die Hälfte aller befragten Europäer (48,9 Prozent) betrachtet den Urlaub als die perfekte Gelegenheit, um den sozialen Medien und der ständigen digitalen Ablenkung den Rücken zu kehren. Besonders extrem ist dieser Wunsch bei den Millennials ausgeprägt: Mehr als die Hälfte der 25- bis 44-Jährigen in Europa nutzt Reisen gezielt für eine digitale Auszeit.

Der Boom der Solo-Reisen

Gleichzeitig boomt das Alleinreisen. Obwohl der Familienurlaub mit fast 66 Prozent die beliebteste Reiseform bleibt, halten es fast 30 Prozent der europäischen Befragten für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich, in den nächsten zwölf Monaten solo zu verreisen. Bei den Singles sind es sogar fast 38 Prozent. Und selbst in festen Partnerschaften kann sich jede vierte Person (25 Prozent) vorstellen, eine Solo-Reise anzutreten.

Der Reisetrend 2026 ist klar: Es geht darum, sich bewusst die Freiheit zu nehmen, auch einmal nichts zu tun, mit Einheimischen bei einem Kaffee zu plaudern statt ins nächste Museum zu hasten und das Smartphone guten Gewissens im Flugmodus zu lassen.

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