Im Franckviertel

re_use in Baubranche: Kultiger Kiosk als Best Practise-Beispiel

Best Practise Beispiel
© Stadt Linz
Initiative re_use von Stadt, Land und Wirtschaft hat die Kreislaufwirtschaft am Bau als gemeinsames Ziel. 
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Das Potenzial für stofflich wiederverwertbare Bauteile beträgt 90 Prozent, wie aus einer von der Strabag AG und der TU Wien publizierten Studie hervorgeht. re_use konzentriert sich darauf, unter realen Bedingungen das Konzept der Kreislaufwirtschaft in Neubau, Sanierung und Rückbau anwendbar zu machen.

Kiosk im Franckviertel

Anlässlich einer Arbeitskonferenz am Donnerstag in Linz stellte man der Öffentlichkeit die ersten Best-Practice-Beispiele vor. Die Stadt Linz erprobt nachhaltiges Bauen an einem Kiosk im Linzer Franckviertel. Mithilfe von digitalen Werkzeugen werde erfasst, welche Bauteile und Materialien wiederverwendet werden können. Betrachtet werde ergänzend auch der ganze Lebenszyklus an dem Gebäude. Die Stadt sehe das Projekt als Reallabor, um kreislauffähiges und nachhaltiges Bauen in der Praxis zu erproben.

Arbeitersiedlung im Kaplanhofviertel

Mit dem Projekt der denkmalgeschützten Arbeitersiedlung im Kaplanhofviertel präsentierte die Strabag AG ihr Beispiel einer Revitalisierung. Das über Jahre leerstehende Gebäudeensemble verbinde bestehende Bausubstanz und historische Grünanlagen mit zeitgemäßer Stadtentwicklung, hieß es. Hier habe sich der Umbau am Bestand als Vorteil gegenüber dem Neubau erwiesen, sagte Christian Grottenthaler von der Strabag AG. Der Bestand wurde digital gescannt und schließlich die Außenwände erhalten und Innenbauten erneuert.

Vom Sonderfall zum Normalfall

"Die Kreislaufwirtschaft muss auch in der Praxis funktionieren", sagte Erwin Fahrnberger, Technischer Geschäftsbereichsleiter der Swietelsky AG. Schon in der Planungsphase solle man sich die Frage stellen: Wie kann Bestehendes erhalten bleiben, wie können Materialien vorab und auch später für Um- und Rückbauten getrennt werden? Wiederverwendung in erster Linie sowie Recycling seien die Hauptziele. Fahrnberger forderte auch verbesserte Rahmenbedingungen ein. "Für den Klimafahrplan bis 2040 werde die Bauwirtschaft jedenfalls ihren Beitrag leisten müssen", sagte er. "Die Kreislaufwirtschaft wird vom Sonderfall zum Normalfall werden."

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