In Saudi Arabien

Raketen-Explosion bei Ronaldo-Spiel

Ein Fußballspieler im gelben Trikot jubelt voller Energie auf dem Spielfeld.
© APA/AFP/FAYEZ NURELDINE
CL-Spiel von Superstar wurde von Angriff überschattet.
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Die AFC-Champions-League-Partie von Cristiano Ronaldo und Al-Nassr gegen den usbekischen Klub FC Neftchi Fergana wurde von einem Raketen-Alarm überschattet. Das Spiel in Riad begann mit einer Stunde Verspätung.

Plötzlich läuteten die Handys

Kurz vor dem geplanten Anpfiff teilte die vom Königreich geführte Militärkoalition mit, einen von den jemenitischen Huthi-Rebellen abgefeuerten Flugkörper abgefangen zu haben. Einwohner in Riad berichteten von lautstarken Explosionsgeräuschen und erhielten Notfall-Warnmeldungen direkt auf ihre Mobiltelefone.

"Die Region ist einer feindlichen Bedrohung aus der Luft ausgesetzt. Bitte bewahren Sie Ruhe und bleiben Sie zu Hause oder an einem sicheren Ort – fern von Fenstern und Türen", hieß es in der offiziellen Warnung des Zivilschutzes.

Fans mussten im Stadion sitzen bleiben

Der Al-Awwal-Park in Riad war an diesem Abend ohnehin nur spärlich gefüllt. Um eine Panik zu verhindern, gab der Stadionsprecher Entwarnung und forderte die Anwesenden auf, auf ihren Plätzen zu bleiben. Die Partie wurde schließlich mit einer 60-minütigen Verzögerung angepfiffen.

Der Sport rückte angesichts der Sicherheitslage weit in den Hintergrund. Dennoch wurde die Begegnung durchgezogen: Al-Nassr setzte sich am Ende mit 3:1 durch.

CR 7 feiert mit Saudi-Schal

Superstar Ronaldo steuerte in der 42. Minute den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 bei und feierte nach dem Schlusspfiff gemeinsam mit den Fans im Stadion. Dabei trug er einen Schal im Stil der saudischen Nationalflagge. Auf einem X-Video sieht man wie CR7 immer wieder in Richtung Himmel blickt. Gespenstische Szenen in Riad.

Saudi-Arabien ist in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Ziel von Attacken der jemenitischen Huthi-Rebellen, die vor allem auf die Infrastruktur und Verkehrsknotenpunkte wie den Flughafen in Riad abzielen. Allein innerhalb einer Woche forderten die Angriffe bereits 18 Todesopfer.

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