Wegen Atomwaffen

Psychiater mit Trump-Warnung: "Gefahr ist größer denn je"

Ein Mann im Anzug spricht am Rednerpult vor mehreren US-Flaggen und gestikuliert mit offenen Armen.
© EPA
Ein US-Psychiater warnt nun vor US-Präsident Donald Trump und dessen Zugriff auf Atomwaffen. Er hält den Präsidenten für gefährlich.
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In den USA wird weiterhin über den Gesundheitszustand des US-Präsidenten Donald Trump (80) diskutiert. Der Psychiater Henry Abraham hat seine Warnungen vor dem US-Präsidenten noch weiter verschärft. Laut ihm sei Trump noch gefährlicher. Das liegt vor allem an seinem Zugriff auf Atomwaffen.

In einem Interview mit Radio-Moderator Dean Obeidallah erklärte der Psychiater seine Einschätzung. Dabei wurde er gefragt, ob sich seine Bewertung zu Trump zuletzt verändert habe. Abraham antwortete: "Wenn überhaupt, ist es schlimmer geworden."

Klare Muster erkannt

Schon im April gehörte der Psychiater zu jenen Ärzten, die Trumps Absetzung gefordert hatten. Laut ihnen sei der US-Präsident geistig nicht mehr für das Amt geeignet. Bei Trump wurde bisher keine kognitive Erkrankung diagnostiziert. Abraham argumentiert anhand seiner Beobachtungen. Er habe inzwischen ein klares Muster erkannt.

Der Psychiater vergleicht die Situation mit anderen Berufen, bei denen die geistige Leistungsfähigkeit unmittelbar über das Leben anderer entscheidet. Wenn Piloten nur die Hälfte der Symptome zeigen würden, die er bei Trump erkennt, dann würde man den Piloten nicht mehr fliegen lassen, so Abraham.

"Er ist gefährlicher"

Für Abraham ist besonders die militärische Macht des US-Präsidenten eine große Gefahr. Durch das amerikanische System wird der Gesundheitszustand des Präsidenten geheim gehalten, obwohl dieser Zugriff auf das größte Atomwaffenarsenal der Welt hat. Er befürchtete: "Ich glaube, die Gefahr ist größer denn je, dass Donald Trump aus Ärger oder Wut, aus Verwirrung oder wegen mangelnder Impulskontrolle eine Atomwaffe einsetzt." Der Psychiater fasste zusammen: "Ja, er ist gefährlicher."

Henry Abraham war Mitbegründer der internationalen Ärztebewegung gegen den Atomkrieg (IPPNW), die 1985 den Friedensnobelpreis erhielt.

Das Weiße Haus hat eine klare Meinung zum Gesundheitszustand des Präsidenten. Am 29. Mai präsentierte die US-Regierung nach einer Routineuntersuchung ein Memorandum von Trumps Arzt. Darin wird Trump eine "ausgezeichnete" körperliche und kognitive Leistungsfähigkeit zugesprochen. Zudem seien sein Herz, seine Lunge und seine neurologischen Funktionen in einem sehr guten Zustand. Sie betonten, dass Trump vollständig in der Lage sei, alle Pflichten eines Präsidenten und Oberbefehlshabers zu erfüllen.

Immer wieder Diskussionen

Ende August wurde über das Gewicht des Präsidenten diskutiert. Wie die US-Zeitung "The Washington Post" berichtete, äußerten Ärzte Bedenken. Vor allem wurden dabei zwei deutlich voneinander abweichende Angaben aus vergangenen Jahren miteinander verglichen.

Als Trump im August 2023 im US-Bundesstaat Georgia angeklagt wurde, wurde sein Gewicht mit 215 Pfund angegeben, rund 98 Kilogramm. Laut dem ärztlichen Memorandum vom Mai 2026 wog er dagegen 238 Pfund, knapp 108 Kilogramm und damit rund zehn Kilogramm mehr.

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