Magere Ernte

Pilzsaison 2026 startet später: So vermeiden Sie die größte Supermarkt-Falle

Korb mit Pfifferlingen steht im grünen Gras zwischen Pflanzen im Wald.
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Schwammerlsuchen gehört für viele zum Spätsommer einfach dazu. Doch heuer schauen Pilzfans oft durch die Finger. Die ersehnte Saison startet 2026 deutlich später. Warum das so ist, und worauf Sie beim Kauf im Supermarkt unbedingt achten müssen, verraten wir hier.
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Wer derzeit mit Korb und Messer in den Wald zieht, braucht vor allem eines: Geduld. Statt voller Körbe wartet vielerorts gähnende Leere, denn die ungewöhnliche Hitze und Trockenheit haben Österreichs Schwammerlsaison ordentlich ausgebremst. Doch ganz müssen Pilzfans noch nicht auf ihre Lieblinge verzichten: Wo die Chancen jetzt am besten stehen, erfahren Sie hier.

Hitze und Trockenheit

Eigentlich ist der August der absolute Hochmonat für geliebte Speisepilze wie Eierschwammerl und Steinpilze. Doch die extreme Hitze und die wochenlange Dürre im Sommer 2026 haben dem Pilzwachstum in weiten Teilen Österreichs einen gewaltigen Dämpfer verpasst.

Braune Pilze mit gelben Stielen liegen in blauen Körben auf einem Marktstand.
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Das Problem liegt unter der Erde: Pilze bestehen zu rund 80 bis 90 Prozent aus Wasser. Fehlt der Regen, weigert sich das unterirdische Pilzgeflecht (Myzel), seine begehrten Fruchtkörper an die Oberfläche zu schicken. Experten betonen, dass ein kurzer Gewitterschauer hier nicht ausreicht. Erst wenn der Boden über längere Zeit durchfeuchtet ist und die Nächte spürbar kühler werden, fällt der Startschuss für das Wachstum. Die gute Nachricht: Dauerhaft geschädigt ist das Myzel meist nicht, es wartet quasi nur auf den großen Herbstregen.

Im Supermarkt: So erkennen Sie gute Qualität

Bleibt der eigene Korb im Wald leer, greifen viele auf das Angebot im Supermarkt zurück. Dort warten Eierschwammerl und Steinpilze oft aus Osteuropa importiert. Doch Vorsicht:  Verbraucherschützer warnen immer wieder davor, dass Supermarktpilze oft überlagert, schimmelig oder matschig sind. Wer verdorbene Waldpilze verzehrt, riskiert eine Lebensmittelvergiftung. Damit nur das Beste auf Ihrem Teller landet, gibt es 3 wichtige Regeln für den Pilzkauf im Supermarkt:

Der Riech- und Fühltest

Frische Eierschwammerl bestechen durch eine leuchtend gelbe Farbe und einen leicht fruchtig-pfeffrigen Geruch. Die Konsistenz muss prall und fest sein. Sobald die Schwammerl weich, schleimig oder an den Rändern dunkel verfärbt sind: Finger weg.

Steinpilze sind Überraschungspakete

Der König der Pilze ist tückisch, da er von außen oft makellos aussieht, innen aber schon madig oder schwammig sein kann. Hier ist es enorm wichtig, dass der Stiel hart ist und nicht nachgibt, wenn Sie ihn leicht andrücken.

Finger weg von Plastikfolie

Pilze müssen atmen können. Sind sie straff in kleine Schalen mit Plastikfolie eingeschweißt, bildet sich schnell Kondenswasser. Dies ist der perfekte Nährboden für Schimmel und Fäulnisbakterien. Greifen Sie immer bevorzugt zu loser Ware. So können Sie sich die schönsten und gesündesten Exemplare selbst aussuchen.

Geheimtipp für Sammler: Hier lohnt sich die Suche

Zwei gelbe Pfifferlinge wachsen auf Waldboden mit Moos und Nadeln.
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Wer nicht bis in den Herbst hinein warten möchte, muss seine Taktik ändern und vor allem hoch hinaus. Da die Böden in manchen Tälern teilweise bis zu 80 Zentimeter tief trocken sind, verschieben sich die Hotspots in die Höhe. Ab rund 1.000 Metern Seehöhe, wo die Nächte frischer sind und sich der Morgentau länger am Boden hält, haben Sie aktuell die besten Chancen auf Steinpilze und Eierschwammerl. Suchen Sie ganz gezielt an schattigen Nordhängen, in Feuchtgebieten oder in der Nähe von kleinen Waldbächen.

Denken Sie beim Sammeln daran, dass zum Schutz der Natur Regeln gelten. In Österreich ist das Sammeln auf maximal 2 Kilogramm pro Person und Tag beschränkt. Schneiden Sie den Pilz am besten vorsichtig ab, um das unterirdische Geflecht nicht herauszureißen.

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