Wien. Als nach einem Aufenthalt im Nahen Osten erste Symptome aufgetreten waren, suchte die betroffene Person zeitnah ärztliche Hilfe auf, wie der Wiener Gesundheitsverbund in einer Aussendung berichtet. Die Abteilung für Infektiologie der Klinik Favoriten wurde frühzeitig eingeschaltet, woraufhin die Patientin umgehend nach medizinischen und hygienischen Standards entsprechend isoliert wurde. Diagnostische Untersuchungen haben den anfänglichen Verdacht mittlerweile offiziell bestätigt. Der Gesundheitszustand der erkrankten Person ist derzeit stabil, sagt Barbara Rupnik-Brunsteiner, Pressesprecherin der Klinik Favoriten.
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Übertragung und typische Symptome
Das Krim-Kongo-Fieber ist eine seltene virale Infektionskrankheit, die hauptsächlich durch Stiche infizierter Zecken oder durch direkten Kontakt mit Blut und Gewebe erkrankter Tiere übertragen wird. Zu den ersten Anzeichen zählen plötzlich auftretendes Fieber, starke Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Rückenschmerzen, Schwindel sowie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Bauchschmerzen. In schweren Verläufen kann es zu Blutungen und sogar zum Multiorganversagen kommen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist grundsätzlich möglich, erfolgt jedoch überwiegend bei engem und ungeschütztem Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten. Eine Übertragung durch alltägliche soziale Kontakte ist äußerst unwahrscheinlich.
Rasche Diagnose und Isolation
Christoph Wenisch, der Leiter der Infektiologie und Tropenmedizin der Klinik Favoriten, ordnet den Fall ein: "Das Krim-Kongo-Fieber ist eine sehr seltene und ernstzunehmende Infektion. Gut ist, dass die Erkrankung rasch diagnostiziert wurde und die infizierte Person nun auf einer Sonderisolierstation ist. Die Patientin ist in besten Händen und wird von einem Expert*innen-Team umfassend betreut".
Hohe Expertise am Standort
Das Spital ist laut Aussendung auf hochinfektiöse Erkrankungen vorbereitet. Es gibt klar definierte Abläufe, die regelmäßig auch gemeinsam mit Blaulichtorganisationen trainiert werden, um im Ernstfall "rasch, professionell und sicher" zu handeln. Dadurch bleibe der Schutz des Personals sowie der anderen Menschen vor Ort "jederzeit sichergestellt".
Zum Schutz der Privatsphäre der Patientin werden keine weiteren Angaben zum Gesundheitszustand oder zu persönlichen medizinischen Details gemacht.
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