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Orang-Utan aus brennendem Wald auf Borneo gerettet
Der Wald rund um den Baum stand bereits in Flammen. Die Einsatzkräfte mussten zunächst die Feuer unter Kontrolle bringen, bevor sie überhaupt versuchen konnten, den Orang-Utan zu retten.
Ein erster Rettungsversuch scheiterte: Der Rauch war zu dicht und das Tier saß zu weit oben im Baum. Erst am nächsten Morgen gelang die Bergung. Das Weibchen wurde mit einem Betäubungspfeil sediert und anschließend mit einem großen Netz aufgefangen.
Bei der Untersuchung zeigte sich, wie schwer das Tier verletzt war: Es hatte Verbrennungen an allen vier Händen und Füßen, außerdem waren die Atemwege durch den Rauch belastet. Die Tierärzt:innen versorgten die Wunden noch vor Ort und gaben dem geschwächten Tier Sauerstoff und eine Infusion. Anschließend wurde es in das Rettungszentrum Nyaru Menteng gebracht. Dort wird es intensiv medizinisch betreut.
Die Naturschutzorganisation Borneo Orangutan Survival (BOS) nennt das Orang-Utan-Weibchen Novita. Wo seine Mutter ist, ist bislang unklar. In diesem Alter wäre das Jungtier normalerweise noch bei ihr.
Jedes Jahr bringt die Trockenzeit auf Borneo ein erhöhtes Risiko für Wald- und Landbrände mit sich. Aufgrund der großen Trockenheit und dem extremen El Niño-Ereignis in diesem Jahr, steht Borneo – und damit das BOS-Einsatzgebiet – vor extremen Herausforderungen.
Gerade in den Torfmooren Kalimantans sind Feuer besonders gefährlich, da sie sich schnell unter- und oberirdisch ausbreiten können und schwer zu löschen sind. In den vergangenen Wochen mussten immer wieder Orang-Utan aus brennenden Wäldern in Borneo gerettet werden. Selbst, wenn die Brände in bestimmten Waldteilen gelöscht sind, brauchen die Tiere Hilfe. Sie leiden Hunger, ziehen durch die Aschewüste auf der Suche nach Nahrung.
Ein umso größeres Anliegen ist der Organisation daher die Prävention von Bränden.
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