Neuregelung

ÖVP-Chefin Khom will Schulferien verkürzen

Manuela Khom
© APA/ERWIN SCHERIAU
Die Politikerin schlägt vor, um eine Woche früher mit den Sommerferien zu beginnen und sie zwei Wochen kürzer zu gestalten.
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Graz/Österreich. Die steirische ÖVP-Chefin und Landeshauptmannstellvertreterin Manuela Khom lässt die heuer bereits mehrfach geführte Debatte rund um eine mögliche Verkürzung der Sommerferien wieder aufleben. Sie fordere eine Neuregelung der Sommerferien - konkret brauche es einen um eine Woche früheren Beginn und eine Verkürzung um insgesamt zwei Wochen, erklärte Khom am Samstag in einer Aussendung ihrer Landespartei am Samstag. Die Schulferien müssten "an die Realität angepasst" werden.

Khom teilte mit, dass sie ein entsprechendes Schreiben mit der Bitte um Prüfung an Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) geschickt habe. Ziel seien "längere Lernphasen im Herbst, eine bessere Anpassung an die zunehmende Sommerhitze und eine Entlastung der Familien bei der Kinderbetreuung".

Die Landeshauptmannstellvertreterin nahm die anstehenden Herbstferien zum Anlass, ihr Unverständnis über die derzeitige Regelung zu äußern. Sie halte die Herbstferien zwar für "absolut sinnvoll", da sie Schülern eine "wichtige Erholungsphase vor der anstrengenden Schularbeiten-Saison" bieten und zugleich eine "bedeutende Saison für den steirischen Tourismus" darstellen. "Allerdings kommen sie aus meiner Sicht zu kurz nach den Sommerferien. Kaum hat der Schulbetrieb wieder Flughöhe aufgenommen, wird bereits zur Zwischenlandung angesetzt", bemängelte Khom. Die Sommerferien würden schließlich erst sechs Wochen zurückliegen: "Während der Schulbetrieb im September langsam anläuft und im Oktober volle Fahrt aufnimmt, wird er Ende Oktober bereits wieder unterbrochen."

Steiermark-Nachteil geortet, bundesweit einheitliche Lösung gefordert

Gleichzeitig ortete die ÖVP-Landesparteichefin eine handfeste Benachteiligung ihres Bundeslandes. Denn während Wien bereits Ende Juni beziehungsweise Anfang Juli in die Sommerferien starte, beginnen diese in der Steiermark gesetzlich bedingt erst eine Woche später. Auch das Schuljahr beginne in Wien eine Woche früher. Damit falle die schulfreie Zeit in der Steiermark stärker in die heißen Sommerwochen, während der Abstand zu den Herbstferien kürzer ausfalle. "Es kann nicht sein, dass wir in der Steiermark bei den Ferien gegenüber Wien das Nachsehen haben. Wir müssen die Ferienzeiten an die tatsächlichen Bedingungen anpassen", verlangte Khom eine Neuregelung.

Das von ihr vorgeschlagene Modell sollte bundesweit einheitlich gelten. Zwar könnten die Länder im Rahmen ihrer Kompetenzen auch selbst Änderungen im Pflichtschulbereich vornehmen, doch: "Sinnvoll ist aus meiner Sicht aber eine gemeinsame Lösung für alle Bundesländer."

Wiederkehr sprach sich erst im September deutlich gegen eine Verkürzung der Sommerferien aus, wie sie etwa die Präsidentin der Wirtschaftskammer (WKÖ), Martha Schultz, gefordert hatte. Aufgeschlossen hatte er sich hingegen im Juli hinsichtlich einer hitzebedingten Vorverlegung der Sommerferien gezeigt.

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