Wirtschafs-Desaster

Österreich schlittert als einziges EU-Land ins Minus

Österreichische Flagge und EU-Flagge liegen nebeneinander und sind im Anschnitt zu sehen.
© APA/HELMUT FOHRINGER
Während sich Europa langsam aus der wirtschaftlichen Krise kämpft, schlittert Österreich immer tiefer in die Krise. Neue Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat zeigen ein verheerendes Bild für die Alpenrepublik, die nun das offizielle Schlusslicht der gesamten Europäischen Union bildet.
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Die europäische Wirtschaft zeigt im zweiten Quartal 2026 erfreuliche Zeichen der Erholung. Nach den neuesten Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat stieg die Wirtschaftsleistung im Euroraum im Vergleich zum Vorquartal um beachtliche 0,6 Prozent. In der gesamten Europäischen Union betrug das Wachstum sogar 0,7 Prozent. Zum Vergleich: Im ersten Quartal lag das Wachstum im Euroraum noch bei einer Stagnation von 0,0 Prozent und in der EU bei mageren 0,1 Prozent.

Doch während die meisten europäischen Nachbarn die Trendwende geschafft haben, verzeichnet Österreich als einziger EU-Mitgliedstaat im zweiten Quartal ein wirtschaftliches Minus. Die heimische Wirtschaftsleistung schrumpfte im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 Prozent. Damit schlittert die Alpenrepublik im Alleingang tiefer in die Rezession und hinkt dem restlichen Europa massiv hinterher.

Die Gewinner und Verlierer im EU-Wachstumsranking

An der Spitze des europäischen Wirtschaftswachstums stehen Länder, die eine beeindruckende Dynamik an den Tag legen. Das Ranking zeigt deutliche Unterschiede innerhalb der Staatengemeinschaft:

  • Irland: Schafft ein phänomenales Plus von 10,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.
  • Slowenien: Folgt auf Platz zwei mit einem starken Wachstum von 1,8 Prozent.
  • Litauen: Sichert sich den dritten Platz mit einem Plus von 1,7 Prozent.
  • Deutschland: Selbst das zuletzt schwer kriselnde Nachbarland konnte sich fangen und verzeichnete ein Wachstum von 0,3 Prozent.

Am unteren Ende der Tabelle steht Österreich völlig isoliert im negativen Bereich da. Dicht vor Österreich rangieren Frankreich, Rumänien und Belgien, die mit jeweils 0,0 Prozent zumindest eine Stagnation verzeichnen konnten. Dahinter folgen die Slowakei und Italien, die sich mit einem mageren Zuwachs von jeweils 0,2 Prozent knapp über Wasser halten.

Jahresvergleich offenbart das ganze Ausmaß der Krise

Auch der Blick auf das Vorjahr verheißt für Österreich nichts Gutes. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 verzeichnet die heimische Wirtschaft nur ein mageres Plus von 0,4 Prozent. Noch schlechter lief es im Jahresabstand nur für Irland, dessen Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,4 Prozent schrumpfte – was angesichts des aktuellen aktuellen Quartalssprungs jedoch leicht verschmerzt werden kann.

Im gleichen Zeitraum legte die Eurozone im Jahresvergleich um 1,2 Prozent zu. Die gesamte Europäische Union schaffte unterm Strich sogar ein Plus von 1,4 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, wie massiv sich die Alpenrepublik von der allgemeinen europäischen Wirtschaftsentwicklung entkoppelt hat. Während andere Länder investieren und wachsen, verharren wir in der Stagnation.

Auch der rot-weiß-rote Arbeitsmarkt gerät ins Straucheln

Die anhaltende wirtschaftliche Talfahrt hinterlässt nun auch deutliche Spuren am Arbeitsmarkt. Während die Beschäftigung in der gesamten EU und im Euroraum gegenüber dem Vorquartal leicht um 0,1 Prozent zulegen konnte, stagnierte Österreich bei 0,0 Prozent. Noch düsterer ist die Entwicklung im Jahresvergleich: Verglichen mit dem Vorjahr sank die Zahl der Erwerbstätigen in Österreich sogar um 0,2 Prozent. Im selben Zeitraum wuchs die Beschäftigung im gesamten EU-Schnitt um solide 0,4 Prozent. Dies zeigt, dass die anhaltende Rezession nun endgültig die Arbeitsplätze der Österreicher bedroht.

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