Gefahr für Wildtiere

Nationalparks kämpfen gegen illegale Drohnenflüge

Eine Drohne fliegt vor schneebedeckten Bergen in einem Nationalpark.
© Land Tirol/KK
Private Drohnenflüge werden in Nationalparks zunehmend zum Problem. Trotz Verboten landen immer wieder spektakuläre Luftaufnahmen aus Schutzgebieten in sozialen Netzwerken.
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Salzburg. Private Drohnenflüge sorgen in Nationalparks zunehmend für Probleme. Obwohl die Fluggeräte in vielen Schutzgebieten streng verboten sind, tauchen auf Social-Media-Plattformen immer wieder spektakuläre Luftaufnahmen auf. Nationalparkverwaltungen warnen vor erheblichen Störungen für Wildtiere und möglichen Gefahren für den Flugverkehr.

Besonders beliebte Motive sind der Königssee und der Watzmann im deutschen Nationalpark Berchtesgaden. Mehr als 1,6 Millionen Menschen besuchen das Schutzgebiet jährlich. Private Drohnenflüge sind dort verboten. Dennoch beobachten Ranger immer wieder Verstöße.

Die Fluggeräte können durch ihren Lärm und ihre schnellen Bewegungen Tiere in ihren Rückzugsgebieten empfindlich stören. Besonders Greifvögel können Drohnen als Eindringlinge oder Bedrohung wahrnehmen und entsprechend reagieren.

Steinadler attackiert Drohne

Welche Folgen das haben kann, zeigte sich kürzlich im bayerischen Schneizlreuth unweit des Nationalparks Berchtesgaden. Dort attackierte ein Steinadler eine Drohne, die im Zusammenhang mit einem Waldbrand zu einem Erkundungsflug mit einer Wärmebildkamera unterwegs war. Das Fluggerät stürzte nach der Attacke ab. Wie es dem Steinadler nach dem Zusammenstoß geht, ist unklar.

Die Ranger warnen zudem vor einer weiteren Gefahr: Drohnen könnten im Ernstfall mit Rettungshubschraubern kollidieren und dadurch Einsätze behindern.

Verstöße können Anzeigen nach sich ziehen

Im Nationalpark Berchtesgaden versuchen Ranger, gegen illegale Drohnenflüge vorzugehen. Werden Piloten im Gelände entdeckt, werden sie angesprochen und zum Landen ihrer Geräte aufgefordert. Aufgrund der zunehmenden Verstöße bleibe es mittlerweile aber nicht immer bei Ermahnungen. Es komme auch zu Anzeigen.

Ähnliche Regeln gelten im österreichischen Nationalpark Hohe Tauern. Auch dort sind private Drohnenflüge verboten. Im Mittelpunkt steht der Schutz der Wildtiere. Diese können sich durch die Fluggeräte bedroht fühlen, flüchten und dadurch ihre wichtigen Rückzugsräume verlassen.

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