Neue Gegner

Nächster Krach um FIFA-Boss Infantino

Ein Mann im Anzug winkt vor blauem Hintergrund bei einer offiziellen Veranstaltung.
© APA/AFP/Colombian Presidency/HAN
Europas Norden hat FIFA-Präsident Gianni Infantino das Misstrauen ausgesprochen.
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Bei einem Treffen der Fußballverbände von Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Schweden und den Färöer-Inseln in Helsinki gaben die sechs FIFA-Mitglieder eine seltene gemeinsame Erklärung ab. Man habe das Vertrauen in Infantinos Führung verloren, hieß es darin. Gleichzeitig wurden umfassende Reformen der Führungsstrukturen im Weltverband gefordert.

"Die sechs nordischen Fußballverbände haben das Vertrauen in den FIFA-Präsidenten verloren und sind besorgt über die Führung und Entscheidungsfindung der Organisation auf höchster Ebene", hieß es in der Erklärung. Weiters schlossen sich die sechs Länder Forderungen nach einer unabhängigen Untersuchung von Infantinos Plan, Anteile an Veranstaltungen wie der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, an. "Wir erwarten von der FIFA verbindliche Garantien, dass die Führung der Organisation oder ihre Wettbewerbe nie wieder für privates Eigentum geöffnet werden." Die Infantino-Initiative war nach weltweiter Kritik aufgegeben worden.

Der FIFA-Boss steht unter dem Druck von Rücktrittsforderungen von drei Konföderationen, darunter die europäische UEFA, die asiatische AFC und die CONCACAF, die Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik vertritt. Auch eine allfällige Resignation Infantinos wird von den Nordeuropäern unterstützt. Am Freitag erklärte der dänische Fußballverband (DBU), bei der Wahl im nächsten Jahr eine glaubwürdige Alternative zu Infantino finden zu wollen. Der Schweizer peilt 2027 eine vierte Amtszeit bis 2031 an.

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