Schoko-Schock
Nadeln in Halloween-Naschereien: Noch mehr Fälle!
Wien, NÖ, OÖ, Stmk. Im Horror mit Metallteilen präparierten Halloween-Süßigkeiten nimmt kein Ende. Wie der Sprecher des Bundeskriminalamtes, Heinz Holub-Friedreich, Mittwochfrüh bestätigte, gibt es unter anderem zwei neue Funde in den steirischen Bezirken Leibnitz und Murtal. Dabei wurde im Bezirk Leibnitz bereits Montagabend eine Nascherei mit Metall entdeckt, damit sind in dem Bezirk nun zwei Fälle zu verzeichnen. Zwei weitere wurden in der Früh in Niederösterreich bekannt. Die Polizei Oberösterreich meldete ebenfalls einen neuen Fall eines manipulierten Schokoriegels in Linz.
Laut wien.orf.at könnte es nun auch in der Bundeshauptstadt einen ersten Fall von Metallstücken in Halloween-Süßigkeiten geben. Auf Facebook wird ein Fall aus der Donaustadt geschildert, bei dem ein Kind in einem Schokobonbon eine Schraube entdeckt hat. Gesammelt worden war laut einem Facebook-Posting im Umkreis des Pelargonienwegs im Bezirksteil Hirschstetten.
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Bei einem der beiden nun bekannt gewordenen Fälle in der Steiermark war eine Mutter durch die Berichterstattung der vergangenen Tage aufmerksam geworden. Bevor sie die Naschsachen ihren Kindern gab, brach sie die Süßigkeiten auf und fand so das Metall darin.
Die am Mittwoch neu bekannt gewordenen Fälle in Niederösterreich betreffen Amstetten und Loosdorf (Bezirk Melk), konkretisierte Polizeisprecher Johann Baumschlager auf APA-Anfrage. Es seien metallische Gegenstände in den Süßigkeiten entdeckt worden, wie sie von den Kindern bei ihren "Süßes oder Saures?"-Umzügen von Tür zu Tür bekommen. Bereits am Montag war in Winklarn (Bezirk Amstetten) ein Fall aufgetaucht. Dort war eine Zehnjährige durch einen Biss in eine Minischokolade, in der eine Nadel versteckt war, leicht im Mund verletzt worden.
Im Linzer Stadtteil Ebelsberg hat Dienstagnachmittag ein 28-Jähriger auf einen manipulierten Schokoriegel gestoßen. In der Süßigkeit, die seine Kinder - acht und vier Jahre alt - zu Halloween eingesammelt hatten, steckte eine Schraube, berichtete die Landespolizeidirektion.
Wer steckt dahinter - TikTok-Challenge?
Die Vorfälle in Deutschland betreffen mittlerweile fast das gesamte Bundesgebiet - schon 60 Fälle wurden in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen registriert. Auch Ungarn ist neuesten Infos zufolge betroffen.
Die Polizei geht von gezielter, manueller Sabotage aus. Es wird intensiv geprüft, ob sich die Einzeltäter über soziale Medien (wie TikTok-Challenges oder Online-Foren) vernetzt oder gegenseitig angestachelt haben. Die Ermittler vermuten, dass manipulierte Süßigkeiten auch von fremden Händen in Schüsseln platziert wurden, die zur freien Entnahme vor den Haustüren platziert worden waren.
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