Desaster bei Wahl

Merz dramatisch: "CDU in Grundfesten erschüttert"

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz spricht nach Wahl-Desaster im CDU-Bundesvorstand
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Nach dem Wahldesaster in Sachsen-Anhalt wendet sich Kanzler Friedrich Merz mit drastischen Worten an den CDU-Vorstand. Der AfD-Erfolg erschüttere die deutsche Parteienlandschaft massiv.
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Deutschland. Der Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt für Entsetzen in Berlin. Laut "Bild" fand Bundeskanzler Friedrich Merz (70) im CDU-Bundesvorstand außergewöhnlich scharfe Worte für die aktuelle Lage. Er warnte in diesem ostdeutschen Bundesland eindringlich vor einer sich anbahnenden "rechtsradikalen Regierung" sowie einem "rechtsradikalen Ministerpräsidenten".

Tektonische Erschütterung der Partei

Die jüngsten Entwicklungen haben laut dem Kanzler weitreichende Konsequenzen. "Wir haben eine starke Verfassung, wir haben alle Instrumente, um gegen eine rechtsradikale Landesregierung die Verfassung zu verteidigen, aber wir haben eine tektonische Erschütterung unseres Parteiensystems", wird Merz auf der Onlineseite der deutschen "Bild"-Zeitung zitiert.

“"Das erschüttert unsere Partei bis in die Grundfesten"”

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz.

Er stellte klar, dass man nun nicht einfach weitermachen könne: "Das erschüttert unsere Partei bis in die Grundfesten. Wir können nicht zur Tagesordnung übergehen, auch ich nicht, auch nicht die Bundesregierung." Das Wahlergebnis zeige, dass man die Wahl "dramatisch verloren" habe, was eine "tiefe Zäsur für die Partei" bedeute.

Fehlender Zugang zu den Menschen

Der Parteichef gab sich laut "Bild" angesichts der Wahlschlappe auch selbstkritisch: Es sei nicht gelungen, einen emotionalen Zugang zu den Menschen zu finden, analysierte Merz. Er betonte dem Bericht zufolge, dass der Politik die "emotionale Unterstützung der Bevölkerung" fehle und fügte warnend hinzu: "Das können wir nicht ignorieren." Die schwierige Lage der CDU zeige sich auch im internationalen Kontext. Laut "Bild" erwähnte der 70-Jährige dabei explizit die Glückwünsche, die aus Moskau und den USA an die AfD gerichtet wurden.

Klarer Appell zum Zusammenhalt

Abschließend schwor Merz seine Führungsebene auf Geschlossenheit ein. "Wir werden das nur schaffen, wenn wir offen über Probleme reden im Führungskreis", erklärte er den Anwesenden, wie "Bild" weiter berichtet. Gleichzeitig müsse jedem klar sein, "dass er mit öffentlichen Äußerungen, die sich gegen die Partei richten", der eigenen Bewegung massiv schade. Das oberste Ziel der Konkurrenz sei die "komplette Zerstörung der CDU". Daher stellte er als rote Linie unmissverständlich klar, dass es "keine Zusammenarbeit geben" könne. Seine Partei stehe weiterhin unverrückbar "auf dem Fundament von Adenauer und Kohl".

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