Sicherheitslücke

Manipulierte Links legen private ChatGPT-Chats offen

Ein Smartphone zeigt die ChatGPT-App im App Store vor einer unscharfen Laptop-Tastatur.
© NurPhoto via Getty Images
Durch eine gefährliche Sicherheitslücke konnten Hacker fremde Daten auslesen. Mithilfe eines präparierten Links konnten andere Konten gekapert werden.
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ChatGPT-Entwickler OpenAI hat eine gefährliche Sicherheitslücke geschlossen. Fremde konnten dabei die Unterhaltung anderer ausspähen. Laut dem IT-Sicherheitsportal "The Hacker News" gab der Konzern dem Problem die höchste Prioritätsstufe P1. Von der Sicherheitslücke waren Benutzer betroffen, die unbewusst einen präparierten Freigabe-Link für einen Chatverlauf öffneten. Experten der Sicherheitsfirma Parameter deckten die Lücke auf und erklärten sie OpenAI.

Der manipulierte Link ermöglichte, dass ein fremder Quellcode innerhalb der aktiven Nutzersitzung ausgeführt wurde. Die Tester konnten dadurch unter anderem unveröffentlichte Unterhaltungen lesen.

Fehler in der Webanwendung wurde ausgenutzt

Die Forscher haben laut "The Hacker News" in ihrer Veröffentlichung erklärt: "Im Grunde konnten wir jede beliebige Aktion im Namen des ChatGPT-Kontos des Opfers ausführen." Der Test erfolgte ausschließlich in einer kontrollierten Testumgebung.

Die Ursache wird die fehlerhafte Verarbeitung von Browser-Nachrichten in einer mathematischen Bibliothek des Dienstes genannt. Damit konnten die Forscher die Absicherung der Webanwendung umgehen und den Schadcode mithilfe einer vertrauenswürdigen Schnittstelle einschleusen.

Weiter schreibt "The Hacker News" unter Berufung auf Parameter, dass OpenAI schnell reagierte und das Problem innerhalb von acht Tagen auf den eigenen Servern ausbesserte. ChatGPT-Nutzer müssen somit keine eigenen Sicherheitsmaßnahmen durchführen.

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