Bakterieninfektion

Mädchen (†3) stirbt nach Streichelzoo-Besuch

© Gofundme
Ein Besuch im Streichelzoo endete für ein dreijähriges Mädchen in Australien tragisch. Nach einer schweren Infektion kämpften Ärzte sechs Wochen lang um ihr Leben – vergeblich.
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Im Monash Children’s Hospital in Melbourne versuchten die Ärzte alles, um das Leben des Kindes zu retten. Nach sechs Wochen auf der Intensivstation starb das Mädchen an den Folgen der schweren Infektion.

Ihre Eltern verabschiedeten sich in einer öffentlichen Mitteilung von ihrer Tochter: "Wir haben unser geliebtes Mädchen verloren."

Darmbakterien können lebensgefährlich werden

Das Mädchen erkrankte am hämolytisch-urämischen Syndrom, kurz HUS. Auslöser sind bestimmte E.-coli-Bakterien, die unter anderem im Darm von Nutztieren vorkommen können.

Die Folgen können schwerwiegend sein: HUS kann zu Nierenversagen und Hirnschäden führen und in besonders schweren Fällen tödlich enden.

Auch ein zweijähriger Bub erkrankte schwer, nachdem er denselben Streichelzoo besucht hatte. Er musste ebenfalls wochenlang behandelt werden, überlebte die Infektion jedoch.

Ob sich die beiden Kinder tatsächlich im Streichelzoo angesteckt haben, ist bislang nicht eindeutig bewiesen. Die Gesundheitsbehörden untersuchen den Fall.

Händewaschen nach Tierkontakt besonders wichtig

Die Bakterien können vor allem über den Kot von Tieren übertragen werden. Deshalb ist gründliches Händewaschen nach dem Kontakt mit Tieren besonders wichtig – gerade bei kleinen Kindern.

HUS beginnt häufig zunächst wie ein gewöhnlicher Magen-Darm-Infekt. Durchfall und Bauchschmerzen können erste Anzeichen sein.

Alarmzeichen sind blutiger Durchfall, starke Schwäche, ungewöhnliche Müdigkeit, unerklärliche blaue Flecken sowie deutlich weniger oder gar kein Urin. HUS ist auch in Österreich eine seltene Erkrankung. Besonders gefährdet sind Kleinkinder.

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