Ob Bob Dylan in der Stadthalle, Tosca in der Staatsoper oder ein Besuch im Oberen Belvedere: Künftig will die Stadt auf Wiener Kulturtickets einen eigenen "Kultureuro" draufschlagen. Diesen Plan bestätigte das Rathaus gegenüber dem Kurier, die genaue Höhe des einzuhebenden Betrags steht allerdings noch nicht fest. Im Gespräch ist sowohl ein fixer Euro-Betrag als auch ein prozentueller Aufschlag.
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Als Vorbild dient der sogenannte "Sportgroschen", der in der Bundeshauptstadt seit Jahrzehnten auf Eintrittskarten für Fußball-, Eishockey- oder Tennis-Spiele aufgeschlagen wird. Spannend: Zu Beginn des Jahres wurde dieser von 10 auf 12,5 Prozent erhöht. Der neue Satz könnte nun auch beim "Kultureuro" schlagend werden. In dem Fall würde ein Ticket fürs Obere Belvedere statt wie bisher 23 Euro um etwa 2,50 Euro mehr kosten.
Das große Geld sollen aber die Touristen bringen: Schloss Schönbrunn und das Belvedere kamen im Vorjahr gemeinsam auf mehr als sieben Millionen Besucher. Selbst "nur" ein Euro pro Ticket mehr würde daher etliche Millionen einspielen. Das Geld soll der Kultur zugutekommen und unter anderem den Altstadterhaltungsfonds wieder finanzieren, versichert die Stadt Wien. Letzterer wurde wegen der Wiener Budgetnot heuer nämlich ausgesetzt.
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