Fehler vermeiden

Jetzt beginnt die Wespenhochsaison: Das sollten Sie bei einem Stich niemals tun

Eine Wespe sitzt auf einer weißen Blüte vor unscharfem grünem Hintergrund.
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Ein lauer Spätsommernachmittag, ein Stück Zwetschgenkuchen auf der Terrasse und plötzlich sind sie da. Wespen haben jetzt absolute Hochsaison. Doch wenn es dann doch zum schmerzhaften Stich kommt, begehen viele Menschen einen fatalen Fehler.
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Es ist jedes Jahr dasselbe Spiel: Im Spätsommer haben die heimischen Wespenvölker ihre maximale Größe erreicht. Während die Tiere früher im Jahr fleißig proteinreiche Insekten jagten, um ihre Brut zu versorgen, sind die Arbeiterinnen nun auf einer einzigen, großen Mission: Energiebeschaffung für sich selbst. Das Ziel? Zucker. Deshalb stehen Eis, Kuchen, aber auch Grillfleisch, zuckerhaltige Limonaden und sogar Bier plötzlich ganz oben auf dem Speiseplan der gestreiften Flieger.

Was Sie bei einem Stich NIEMALS tun dürfen

Ein menschlicher Arm mit einer roten, geschwollenen Einstichstelle von einem Insektenstich.
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Es passiert blitzschnell: Man passt eine Sekunde nicht auf, fuchtelt vielleicht doch mit der Hand und der stechende Schmerz fährt durch die Haut. Die erste Reaktion vieler Menschen ist zwar instinktiv, aber falsch!

Das Gift NIEMALS mit dem Mund aussaugen

Viele glauben immer noch an den Mythos, man müsse das Wespengift schnellstens aus der Wunde saugen. Ein gewaltiger Irrtum. Wer an dem Stich saugt, riskiert, dass sich das Wespengift über die empfindlichen Mundschleimhäute schnell im Körper verteilt. Das kann zu weitaus unangenehmeren Reaktionen führen als der eigentliche Stich auf der Haut.

Nicht kratzen, egal wie sehr es juckt

Die Finger müssen weg vom Stich. Kratzen verteilt das Gift noch weiter im umliegenden Gewebe und öffnet sprichwörtlich die Tür für Bakterien. Die Folge können gefährliche Infektionen und heftige Entzündungen sein, die den Heilungsprozess massiv verzögern.

Erste Hilfe-Hacks: So behandeln Sie den Stich richtig

Makroaufnahme einer fliegenden Asiatischen Hornisse mit gelbem Kopf und dunklem Körper auf schwarzem Hintergrund.
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Sie wurden gestochen und haben keine Allergie? Dann gehen Sie am besten wie folgt vor:

1. Trick: Hitze gegen das Gift: Das Wespengift besteht aus Eiweißverbindungen. Wenn Sie die Einstichstelle so schnell wie möglich auf ca. 50 Grad Celsius erhitzen (z. B. mit speziellen elektronischen Stichheilern aus der Apotheke oder einem sehr heißen Waschlappen), werden diese Eiweiß-Moleküle zerstört. Das unterdrückt die Ausbreitung, stoppt den Juckreiz und mindert die Schwellung.

2. Trick: Kühlen : Nach der kurzen Hitzebehandlung sollten Sie zur Kälte wechseln. In Handtücher gewickelte Eiswürfel oder Kühlpads aus dem Gefrierfach betäuben den Schmerz.

3. Trick: Das Zwiebel-Wunder: Schneiden Sie eine frische Zwiebel auf und reiben Sie die Einstichstelle damit leicht ein. Der Zwiebelsaft wirkt leicht desinfizierend, entzündungshemmend und hat obendrein einen kühlenden Effekt.

In diesen Fällen müssen Sie den Notruf wählen

Ein normaler Wespenstich juckt, schmerzt und schwillt an, das ist unangenehm, in der Regel ist der Spuk aber nach drei bis vier Tagen vorüber. Höchste Lebensgefahr besteht jedoch bei Stichen im Mund- oder Rachenraum. Hier kann die rasante Schwellung die Atemwege blockieren und zum Ersticken führen. Auch wenn Sie plötzlich Symptome wie Schwindel, Atemnot, Schweißausbrüche, Taubheitsgefühle, Fieber oder das Anschwellen von Lymphknoten bemerken, kann dies auf einen gefährlichen anaphylaktischen Schock (Allergie) hindeuten. In diesen Fällen: Keine Zeit verlieren und sofort den Notarzt (112) verständigen.

Wespen sind trotz ihres schlechten Rufes sehr nützliche Tiere für unser Ökosystem. Mit ein wenig Gelassenheit, gut abgedeckten Speisen und dem richtigen Erste-Hilfe-Wissen können Sie den Rest des Spätsommers entspannt und stichfrei genießen.

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