Stark erhöhte Treibstoff- und Heizölpreise heizen die Teuerung in Österreich an. Im September stieg die Inflationsrate auf 3,6 Prozent, nach 3,2 Prozent im August.
Die Schnellschätzung der Statistik Austria wurde damit am Freitag bestätigt. Ohne Treibstoffe und Heizöl wäre die Inflation nur bei 2,4 Prozent gelegen!
Bedeutendster Preistreiber bleibe aber nach wie vor der Dienstleistungsbereich.
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Preise im Verkehrssektor stiegen im September im Schnitt um 10 Prozent
Die Preise im Verkehrssektor stiegen im September durchschnittlich um 10 Prozent und damit stärker als im August (+7,8 Prozent).
Der wesentlichste Schub kam hier von Treibstoffen, die um mehr als ein Drittel höher als im Vorjahresmonat (+34,8 Prozent) lagen.
Gastro wurde teurer
Ins Gewicht fiel auch der Preisanstieg in der Gastronomie, der mit 4,4 Prozent aber etwas geringer als im Vormonat August ausfiel (+4,7 Prozent).
Mittagsmenüs kosten um 4,6% mehr als im Vorjahresmonat.
Lebensmittel wurden im Jahresvergleich mit plus 0,4 Prozent nur geringfügig teurer.
“"Der bestätige Anstieg der Inflation ist weiterhin fast zur Gänze auf die deutlich höheren Preise für Treibstoffe und Heizöl zurückzuführen. Genau hier ergreifen wir seitens der Bundesregierung entsprechende Maßnahmen: Mit der seit 1. Oktober wirksamen Spritpreisbremse setzen wir gezielt bei einem der stärksten Preistreiber an und sorgen für eine Dämpfung der Treibstoffpreise. Für uns bleibt klar: Wir arbeiten weiter konsequent daran, die Teuerung einzudämmen."”
Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP)
Die Regierung verweist auf die Spritpreisbremse. Ohne diese Senkung wäre Sprit mindestens 10 Cent teurer. In Brüssel sucht Kanzler Stocker mit anderen Regierungschefs nach Mechanismen, um die Energie-Teuerung in Europa einzudämmen.
Haushaltsenergiepreise steigen
Die Preise für Haushaltsenergie erhöhten sich um 4,4 Prozent, wobei sich Heizöl massiv verteuerte (plus 63,1 Prozent). Auch Gas verteuerte sich stärker als im August (+11,8 Prozent), ebenso die Fernwärme (+5,1 Prozent). Strom hingegen verbilligte sich (minus 9,1 Prozent), wobei insbesondere die ab Jänner 2026 wirksamen Reduzierungen der Elektrizitätsabgabe sowie des Erneuerbaren-Förderbeitrags weiterhin preisdämpfend gewirkt hätten, erklärt die Statistik Austria.
Für zusätzliche preisdämpfende Effekte sorgten den Angaben zufolge die Einführung des Sozialtarifs für von der ORF-Gebühr befreite Haushalte sowie die Einführung des Sommer-Netztarifs.
Preisniveau des täglichen Einkaufs etwas geringer
Blickt man auf das Preisniveau des sogenannten "Mikrowarenkorbs", der tägliche Einkäufe wie Nahrungsmittel abbildet, zeigt sich ein leichter Rückgang. Im September lag dieser im Jahresvergleich um 0,2 Prozent niedriger. Beim wöchentlichen Einkauf ("Miniwarenkorb"), der auch die Treibstoffe beinhaltet, gab es hingegen einen Zuwachs von 6 Prozent.
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