Schock

Huthis regeln den Schiffsverkehr jetzt per E-Mail

Houthi Rebellen Jemen
© Getty Images
Die Meerenge Bab al-Mandab – das Südliche Ende des Roten Meeres – ist eigentlich eine internationale Wasserstraße. Nachdem der Iran die Straße von Hormuz zu seinem Transitgebiet erklärt hat, gehen die Huthis nun in ihrem Bereich ähnlich vor.
OE24 auf Google bevorzugen

Die pro-iranische Houthi-Miliz im Jemen gewährt laut dem "Wall Street Journal" Schiffen per E-Mail sichere Durchfahrt durch das Rote Meer.

In einer E-Mail der Houthis, über die das "WSJ" am Freitag berichtete, antwortete die Miliz auf eine Anfrage eines chinesischen Containerschiffs: "Wir freuen uns, dass Sie die Kriterien für den Geltungsbereich des Schiffsbanns verstanden haben." Sie erklärten, das Schiff habe eine Transitgenehmigung, die sieben Tage gültig sei.

Ein Frachtschiff ankert bei Sonnenuntergang vor einer bergigen Küste am Bab al-Mandeb.
Ein Frachtschiff in der Meerenge Bab al-Mandab. © AFP

Das "WSJ" zitierte weiter eine E-Mail, in der der Kapitän eines nicht näher genannten Schiffs erklärte, dieses habe "keine Verbindungen zu Israel, dem Vereinigten Königreich und den USA". Der Kapitän schrieb weiter: "Wir bitten höflich um Ihre Bestätigung für eine sichere Durchfahrt." Dem Bericht zufolge antworten die Houthis üblicherweise binnen 24 Stunden.

Saudi-Arabien kämpft gegen die Houthis

Die US-Zeitung zitierte außerdem aus einer E-Mail der Miliz, in der diese an die Besatzung eines Schiffs schrieb: "Wir laden Sie außerdem ein, unseren E-Mail-Benachrichtigungsdienst zu abonnieren, um die neuesten Nachrichten und Aktualisierungen zu erhalten."

Mit dem Beginn des Iran-Krieges Ende Februar durch die USA und Israel sind auch die Kämpfe zwischen den Houthis und der jemenitischen Regierung wieder eskaliert. Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition unterstützt die jemenitischen Truppen in ihrem Kampf gegen die Houthis. Die vom Iran unterstützte Miliz greift ihrerseits seit Wochen fast täglich Ziele in Saudi-Arabien an. Die Huthis kündigte außerdem im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien im Roten Meer an.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden