Brandstiftung

Hitlers Teehaus brennt lichterloh – Polizei ermittelt

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Das historische Kehlsteinhaus oberhalb von Berchtesgaden steht in Vollbrand. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung, ein Motorradfahrer wurde festgenommen.
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Kurz nach 21 Uhr wurden Feuerwehr und Polizei am Freitagabend zum Kehlsteinhaus in Bayern gerufen. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand das bekannte Gebäude bereits in Flammen. Der Feuerschein war weithin sichtbar, die Feuerwehr rückte zu einem Großeinsatz aus.

Verdacht auf Brandstiftung

Auf dem Weg zum Brandort kam den Polizeibeamten laut einem Sprecher der "Bild" ein Motorradfahrer entgegen. Die Beamten informierten die nachfolgende Feuerwehr, der Mann wurde angehalten und festgenommen. Die Polizei bestätigte, dass der Verdacht auf Brandstiftung besteht.

Ob der Festgenommene tatsächlich mit dem Feuer in Verbindung steht, ist bislang unklar. Auch die genaue Ursache des Brandes ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Kehlsteinhaus steht in Vollbrand

Das Kehlsteinhaus liegt auf rund 1.834 Metern Höhe über Berchtesgaden und zählt zu den bekanntesten Ausflugszielen der Region. © Tim Graham/Getty Images

Die Feuerwehr kämpft gegen die Flammen. Ob das historische Gebäude noch gerettet werden kann, war zunächst nicht absehbar. Nach bisherigem Kenntnisstand wird nicht von Verletzten ausgegangen. Im Gebäude soll sich zum Zeitpunkt des Brandes niemand aufgehalten haben.

Historischer Ort mit NS-Vergangenheit

Das Kehlsteinhaus liegt auf rund 1.834 Metern Höhe über Berchtesgaden und zählt zu den bekanntesten Ausflugszielen der Region. Es wurde 1937 und 1938 als repräsentatives Teehaus für Adolf Hitler errichtet. Der Diktator nutzte das Gebäude selbst nur selten.

Adolf Hitler im Kehlsteinhaus in Berchtesgaden. © Getty Images

Das Haus überstand den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschädigt. Seit 1952 wird es als Berggaststätte betrieben. Heute gehört es dem Freistaat Bayern; eine Ausstellung informiert über die Geschichte des Ortes während der NS-Zeit.

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