"Schnäppchenjäger sind nicht mehr unsere Zielgruppe", sagt Hervis-CEO Markus Hupach. Eine wichtige Kundengruppe sind für den Hervis-CEO "performanceorientierte" Sportlerinnen und Sportler, Familien und Touristen.
Der Sporthändler tritt mit einem neuen Logo auf und will sich auf die Bereiche Fahrrad, Ski, "Running und Trail", Outdoor, Fitness und Training, Teamsport, Tennis und Padel sowie Lifestyle fokussieren.
An 15 Standorten betreibt Hervis im Winter einen gut laufenden Skiverleih. Diesen Bereich will Hupach ausbauen. Auch Produkte und Angebote rund um Regeneration, Langlebigkeit und Nahrungsergänzungsmittel will man anbieten.
Kooperation mit Biogena, Fokus auf Qualität
Mit dem Salzburger Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller Biogena ist eine Zusammenarbeit geplant. Der Hervis-Fokus liege nun voll auf der Qualität.
Zugleich dreht man an der Kostenschraube: Nach dem Marken-Umbau bis Ende 2027 werde die Zahl der Filialen hierzulande auf 50 bis 55 sinken, sagte Firmenchef Markus Hupach. 93 Standorte hatte man von Spar übernommen.
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Mit neuer App und neuem Webshop will der Sporthändler nun eine jüngere Kundschaft ansprechen.
Wie viel Geld die neuen Eigentümer für die Neuausrichtung in die Hand nehmen wollen, bezifferte der Hervis-Chef nicht. Für 2027 plant die Sporthandelskette die Eröffnung eines Flagship-Stores im Europark Salzburg, in dem das neue Markenkonzept präsentiert werden soll. Dies sei "ein großes Investment". Für die anderen Filialen sei derzeit "ein Soft-Relaunch" vorgesehen. Der neue Hervis-Eigentümer Sven Voth hat Expertise im Schuhgeschäft. Er baute die Streetwear- und Sneaker-Kette Snipes zu einem Milliardenkonzern auf und verkaufte sie dann an die Deichmann-Gruppe. Intersport und Sport 2000 sind die größten Händler, Hervis liegt aktuell auf Platz 3.
Der neue Markenclaim lautet "WE : SPORTS".
"Die Zukunft des Sporthandels entscheidet sich nicht im Regal, sondern in der Community", sagte der Hervis-Chef. Hupach will vermehrt die sogenannte "Generation Z" (Jahrgang 1995 bis 2010) in die Filialen locken und das Angebot an Premiummarken sowie die Kundenberatung ausbauen. Das Eigenmarkengeschäft unter anderem mit Kilimanjaro und Benger bleibe aber auch wichtig.
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