Klimakrise

Gute Nachrichten aus dem Tierschutz

Vier Kühe grasen auf einer weitläufigen, trockenen Wiese.
© oe24
Aus Tierschutz- und Umweltsicht gilt dieser Sommer als ein besonderer - nicht nur in Österreich, sondern Europaweit. Die extremen Dürren und heißen Sommerwochen haben viele Grünflächen ausgetrocknet. Rehe finden kaum mehr Wasser, worauf sie gerade jetzt angewiesen wären, da saftige Gräser auch nur mehr schwer zu finden sind. Teils wird für die Tiere Wasser angeliefert, um sie vor dem verdursten zu bewahren.
Fische sterben aufgrund der niedrigen Wasserstände, Wildtierstationen sind ausgelastet und auch die Landwirtschaft kämpft ums Überleben.
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Nach langen Verhandlungen hat sich die Bundesregierung am 21. August 2026 auf ein Dürrehilfspaket im Umfang von 240 Millionen Euro geeinigt.

Die Unterstützung soll dabei vor allem die Liquidität der landwirtschaftlichen Betriebe sichern. 140 Millionen Euro sind für eine zeitlich begrenzte Entlastung bei den Sozialversicherungsbeiträgen vorgesehen. Zusätzlich wird der staatliche Prämienzuschuss für die Dürreversicherung 2027 einmalig um zehn Prozentpunkte auf 65 Prozent erhöht. Dafür stehen insgesamt 50 Millionen Euro von Bund und Ländern zur Verfügung. Damit soll auch der Anreiz steigen, landwirtschaftliche Betriebe künftig besser gegen Dürreschäden abzusichern. Weitere Maßnahmen sind unter anderem Zinszuschüsse für Betriebsmittelkredite, etwa für Futtermittel, Saatgut oder Dünger, sowie die Möglichkeit, Rückzahlungen bei Agrarinvestitionskrediten zu stunden.

Die Hilfen stellen laut Bundesregierung eine kurzfristige finanzielle Entlastung und eine stärkere Absicherung gegen zukünftige Wetterextreme dar.

Doch die einmaligen Unterstützungsmaßnahmen lösen auf Dauer das Klimaproblem nicht, wie auch Yannick Shetty, Klubobmann der NEOS, am 25. August 2026 bei einer Pressekonferenz mitteilt. Der geplante Entwurf für ein neues Klimagesetz, das das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 gesetzlich verankern soll, ist daher notwendig. Für Österreich soll das europäische Zwischenziel einer Reduktion der Treibhausgasemissionen um 90 Prozent bis 2040 gegenüber 1990 national rechtlich verbindlich festgeschrieben werden. Für die Landwirtschaft ist das besonders relevant, weil sie gemeinsam mit Verkehr, Gebäuden, Kleinindustrie und Gewerbe sowie Abfall zu jenen Bereichen gehört, die nicht direkt dem europäischen Emissionshandelssystem unterliegen.

Allerdings ist das Klimagesetz noch nicht endgültig beschlossen. Die Regierung hat sich zunächst politisch auf die Eckpunkte geeinigt; der entsprechende Gesetzesentwurf soll nun in Begutachtung gehen. Ein konkreter Klimafahrplan mit den notwendigen Maßnahmen soll anschließend ausgearbeitet werden und bis Ende 2027 vorliegen. Gleichzeitig wurde eine Standortklausel vereinbart: Maßnahmen, die über das europäische 90-Prozent-Ziel hinausgehen, sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts und die Sicherung von Arbeitsplätzen berücksichtigen.

Gerade die Landwirtschaft, die derzeit enorm unter den klimatischen Bedingungen leidet, trägt zugleich selbst einen beachtlichen Teil zu den Treibhausgasemissionen bei. Eine Umstrukturierung und Anpassung der Landwirtschaft an die zunehmenden klimatischen Herausforderungen ist daher ebenso Thema wie die Frage, welchen Beitrag die Landwirtschaft künftig zur Reduktion der Treibhausgasemissionen leisten soll.

Klimawandel als Ursache

Während die Forderungen nach effektiven Maßnahmen zur Bekämpfung einer weiteren Erderwärmung in den letzten Jahren immer lauter geworden sind, wird der Klimawandel seitens der FPÖ teils als nicht existent gesehen. Manche Partei-Mitglieder meinen, dass es Dürren und Hitzeperioden auch früher schon gegeben hätte. Daher stellt sich die Frage: Ist die Klimaerwärmung tatsächlich real?

Nach dem heutigen Stand der Forschung lautet die Antwort: Ja.

Dass sich die Erde erwärmt, wird durch verschiedene unabhängige Messungen belegt – darunter Temperaturdaten, Satellitenmessungen, die Erwärmung der Ozeane, das Abschmelzen von Gletschern und der Anstieg des Meeresspiegels. Die entscheidende Erkenntnis lautet nicht nur, dass sich das Klima verändert, sondern dass der größte Teil der Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts auf menschliche Treibhausgasemissionen zurückgeführt wird.

Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 23.08.2026, hier in voller Länge sehen. Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 31.08.2026, 18:30 Uhr.

Die drei wichtigsten Ursachen

1. Fossile Energien

Der größte Treiber ist die Verbrennung von Kohle, Öl und Erdgas.

Dazu gehören:

  • Stromerzeugung
  • Heizen
  • Verkehr und
  • Industrie

Hier wird Kohlenstoff freigesetzt, der über Millionen Jahre im Boden gespeichert war. Dadurch steigt die Konzentration von CO₂ in der Atmosphäre und der Treibhauseffekt wird verstärkt.

2. Landwirtschaft und Landnutzung

Dieser Bereich ist deutlich komplexer, als oft dargestellt wird.

Es geht nicht nur um Fleisch, sondern um ein Zusammenspiel aus:

  • Tierhaltung
  • Methanemissionen
  • Düngemitteleinsatz
  • Futtermittelanbau
  • Entwaldung
  • Flächenverbrauch und
  • Lebensmittelverschwendung

Ein Beispiel:

Soja wird häufig als Symbol für vegane Ernährung genannt. Tatsächlich wird jedoch Großteil des weltweit angebauten Sojas als Tierfutter verwendet. Die Nachfrage nach Fleisch beeinflusst somit indirekt den Sojaanbau und in einigen Regionen auch die Rodung von Wäldern.

Auch tierische Produkte unterscheiden sich erheblich:

  • Rindfleisch und Lamm verursachen im Durchschnitt die höchsten Emissionen.
  • Käse und Butter können ebenfalls vergleichsweise emissionsintensiv sein.
  • Schweinefleisch liegt meist darunter.
  • Geflügel und Eier verursachen im Durchschnitt weniger Emissionen als Rind.
  • Pflanzliche Lebensmittel schneiden meist besser ab, wobei auf Faktoren wie Wasserverbrauch, Flugtransporte und Pestizide geachtet werden soll.

3. Industrie und Konsum

Auch unser Konsum trägt erheblich zu Emissionen bei.

Dazu gehören:

  • Kleidung
  • Elektronik
  • Möbel
  • Baustoffe
  • Kunststoffe
  • Zement
  • Stahl

Viele Produkte legen weite Wege zurück und benötigen energieintensive Herstellungsprozesse. Deshalb verursacht nicht nur ihre Nutzung Emissionen, sondern bereits ihre Produktion.

Wie sieht es mit Elektroautos aus? Sind sie automatisch klimafreundlich?

Nein. Auch Elektroautos benötigen Rohstoffe, Batterien und Energie für ihre Herstellung. Entscheidend ist der gesamte Lebenszyklus:

  • Herstellung
  • Strommix während der Nutzung
  • Lebensdauer
  • Recycling

In vielen Ländern verursachen Elektroautos über ihren gesamten Lebenszyklus im Durchschnitt weniger Treibhausgasemissionen als vergleichbare Verbrenner. Noch wirkungsvoller ist jedoch oft, insgesamt weniger Auto zu fahren, Wege mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen oder Fahrgemeinschaften zu bilden.

Welche alltäglichen Maßnahmen wirken am effektivsten gegen den Klimawandel?

1. Fossile Energie vermeiden

  • weniger Flugreisen
  • weniger Autofahrten mit fossilen Kraftstoffen
  • effizient heizen
  • wenn möglich erneuerbare Energien nutzen

2. Emissionsintensive tierische Produkte reduzieren

Nicht jeder muss vegan leben.

Bereits eine deutliche Reduktion besonders emissionsintensiver Lebensmittel – vor allem Rindfleisch und Lamm – sowie weniger Lebensmittelverschwendung können einen spürbaren Unterschied machen.

3. Weniger konsumieren

Produkte länger nutzen und sie zu reparieren statt zu ersetzen, kann viel bewirken.
Des Weiteren empfiehlt sich Second-Hand zu kaufen und Elektronik und Kleidung nicht unnötig häufig austauschen

In der Diskussion über den Klimawandel werden häufig einzelne Aspekte isoliert betrachtet.

Ein Elektroauto ist weder grundsätzlich "gut" noch "schlecht". Auch bei der Ernährung gibt es einige Punkte zu beachten.

Regional erzeugte Lebensmittel sind nicht immer klimafreundlicher als importierte. Entscheidend ist immer das Gesamtsystem: Energiequelle, Produktionsweise, Transport, Landnutzung, Lebensdauer und Konsumverhalten.

Fazit

Die Klimakrise ist wissenschaftlich gut belegt. Gleichzeitig ist sie kein einfaches Schwarz-Weiß-Thema. Individuelle Entscheidungen sind wichtig und können mehr bewirken, als man denken mag.
Politische Rahmenbedingungen spielen jedoch ebenfalls eine

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