Die Gastronomie kämpft mit steigenden Kosten und zurückhaltenden Gästen. Immer mehr Betriebe geraten unter Druck, während viele Menschen beim Essen außer Haus sparen. Nun erlebt ein altbekanntes Konzept ein Comeback: All-inclusive-Angebote und "All you can eat"-Buffets sollen neue Gäste anlocken.
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Höhere Ausgaben für Personal, Energie und Lebensmittel treffen auf eine zunehmend preissensible Kundschaft. Gastronomieberater Björn Grimm spricht von einem doppelten Druck für die Branche. Viele Gäste würden bewusster ausgehen und pro Besuch weniger Geld ausgeben. Statt eines teuren Abendessens entscheiden sie sich häufiger für ein Frühstück oder ein günstigeres Mittagessen.
All-inclusive als Rettungsversuch
"All-inclusive-Angebote kommen wieder, weil Gastronomen verzweifelt sind", erklärt Grimm gegenüber der Frankfurter Rundschau. Mit solchen Konzepten versuchen Betriebe, ihre Auslastung zu verbessern und zusätzliche Gäste anzuziehen. Allerdings gibt es auch Nachteile: Bei Buffets lässt sich der tatsächliche Lebensmittelverbrauch schwer kalkulieren. Dadurch steigt das Risiko, dass mehr Essen weggeworfen wird.
Der Experte sieht zudem ein grundlegendes Problem bei der Ausrichtung vieler Restaurants. Betriebe müssten klar vermitteln, wofür sie stehen. Entweder setzen sie auf ein günstiges, zugängliches Angebot oder auf hochwertige Speisen und ein besonderes Erlebnis. Konzepte im Mittelfeld hätten es zunehmend schwer.
Gäste erwarten heute nicht nur gutes Essen, sondern auch überzeugenden Service und eine ansprechende Präsentation. Gleichzeitig seien frühere Niedrigpreise langfristig kaum tragfähig gewesen. Die Branche müsse ihre Preise und Angebote an die tatsächlichen Kosten anpassen, ohne dabei ihre Gäste zu verlieren.
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