In U-Haft

Abgelehnter Asylbewerber vergewaltigt Frau (27) in Gebüsch

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Mitten am Nachmittag soll eine 27-Jährige in Friedland in Mecklenburg-Vorpommern von einem Mann überwältigt und vergewaltigt worden sein. Nur einen Tag später konnte die Polizei den mutmaßlichen Täter festnehmen.
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Die Tat ereignete sich am 9. August in der rund 6.000 Einwohner zählenden Gemeinde Friedland bei Neubrandenburg in Deutschland. Die 27-Jährige war am Nachmittag zu Fuß unterwegs, als sich ihr ein Mann näherte.

Nach bisherigen Ermittlungen soll er die Frau überwältigt und vom Gehweg hinter eine ehemalige Gaststätte gezogen haben. Dort soll er sie vergewaltigt und verletzt zurückgelassen haben. Anschließend flüchtete der Mann.

Obwohl sich die Tat in einem Wohngebiet ereignete, gab es zunächst offenbar keine Zeugen.

Polizei hatte schnell einen Verdächtigen

Das Opfer konnte den Mann nach der Tat detailliert beschreiben. Sie machte Angaben zu seinem Aussehen, seiner Kleidung und zu besonderen Merkmalen.

Kurz darauf hatten die Ermittler offenbar einen konkreten Verdächtigen im Visier. Deshalb verzichtete die Polizei auf einen öffentlichen Zeugenaufruf.

Bereits am darauffolgenden Abend wurde der 24-Jährige in Friedland festgenommen. Mittlerweile sitzt er in Untersuchungshaft.

Verdächtiger stammt aus Benin

Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich laut den vorliegenden Informationen um einen 24-jährigen Mann aus Benin. Er hatte in Deutschland einen Asylantrag gestellt, der jedoch abgelehnt wurde.

Dagegen legte er Klage ein. Solange das Verfahren läuft, ist damit auch noch nicht über eine mögliche Abschiebung entschieden.

Nach Angaben des "Nordkuriers" hielt sich der Mann zuvor im benachbarten Landkreis Vorpommern-Greifswald auf. In Friedland soll er sich häufiger im Umfeld einer Unterkunft für Asylbewerber aufgehalten haben, dort aber nicht selbst gewohnt haben.

Warum wurde die Tat erst jetzt bekannt?

Besonders ungewöhnlich: Die Öffentlichkeit erfuhr erst Wochen später von dem Fall.

Die Staatsanwaltschaft hatte sich zunächst dagegen entschieden, die Vergewaltigung öffentlich zu machen. Als Grund wurde der Schutz des Opfers genannt.

Erst auf Nachfrage der Medien wurden nun Einzelheiten bekannt. Die Ermittlungen gegen den 24-Jährigen laufen weiter. Für den Mann gilt die Unschuldsvermutung.

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