Beim Großen Preis von Mexiko zeichnete sich für Ferrari zunächst ein vielversprechender Verlauf ab. Nach seiner 105. Pole-Position startete Lewis Hamilton von der besten Position, während Charles Leclerc von Rang drei ins Rennen ging. Ein möglicher Doppelsieg lag in Griffweite, doch bereits in der ersten Kurve kam es zum Eklat zwischen den beiden Piloten.
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Start-Eklat sorgt für Strafen
Leclerc griff seinen Stallkollegen in der ersten Kurve an, drängte ihn von der Fahrbahn und kürzte selbst ab. Anschließend kehrte der Monegasse vor dem Briten auf die Strecke zurück und übernahm die Führung. Die Rennkommissare verhängten daraufhin eine Fünf-Sekunden-Strafe gegen den 29-Jährigen. Der Sieg ging am Ende an Red-Bull-Pilot Max Verstappen.
Der siebenfache Weltmeister zeigte sich im Anschluss extrem verärgert über den Verlauf des Rennens. "Ich bin echt sauer. Wir hätten locker einen Doppelsieg einfahren können. Das Tempo dafür hatten wir. Aber wenn dein Teamkollege gegen dich arbeitet und du dann so Positionen verlierst, ist das definitiv hart", schimpfte der 41-jährige Hamilton.
Hamilton fordert klare Konsequenzen
Aufgrund des Vorfalls stellt der Briten-Star die weitere Teamarbeit infrage und kündigte ein Gespräch unter vier Augen an. "Wir haben keine Regeln für die Zusammenarbeit, und ob das von Charles' Seite aus etwas ändern wird, weiß ich nicht", erklärte Hamilton. Er fügte hinzu: "Aber es muss sich auf jeden Fall etwas ändern."
Auch auf persönlicher Ebene fand der Rekordweltmeister deutliche Worte gegen den Teamkollegen. "Der Kerl ist 29 Jahre alt, also glaube ich nicht, dass es am Alter liegt. Ich glaube, es ist eine Frage der Mentalität."
Leclerc und Vasseur reagieren
Leclerc zeigte sich von den Anschuldigungen unbeeindruckt und verwies auf das Manöver des Teamkollegen. "Ich könnte mich natürlich auch darüber ärgern, wie sehr er mich in Kurve 1 von der Strecke gedrängt hat", entgegnete er. Der Monegasse meinte zur Situation: "Aber ich denke, so ist das eben im Rennsport. Wenn man um den Sieg kämpft, gehört das einfach dazu."
Auch Ferrari-Teamchef Fred Vasseur zeigte sich nach dem verpassten Erfolg tief enttäuscht. "Wenn man in Kurve 4 auf Platz 1 oder 2 liegt, kommt einem gar nicht in den Sinn, dass man das Rennen nicht gewinnen könnte", erklärte der Franzose. Zudem betonte er: "Das ist sehr frustrierend für mich, aber ich bin nicht der Wichtigste – es ist sehr frustrierend für die 2.000 Menschen, die an diesem Projekt arbeiten. Und das werde ich erst einmal verdauen müssen."
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