Amstetten

Drama um Legionellen-Fall

Rätsel um die Infektionsquelle – die Behörde hält sich bedeckt.
© ORF NÖ
Ein Schicksalsschlag erschüttert den Bezirk Amstetten: Eine Legionellenerkrankung wurde gemeldet – und dahinter verbirgt sich das große Leid eines Menschen.
OE24 auf Google bevorzugen

Laut „NÖN" hat es eine Frau aus einer Einrichtung für betreutes Wohnen mit voller Wucht getroffen. Im Landesklinikum Amstetten ringen die Ärzte nun um ihre Genesung, während die Diagnose wie ein Schock über die Region hereinbricht.

Tödliche Gefahr aus dem Wasserhahn

Die Bezirkshauptmannschaft bestätigte den erschütternden Fall, hält sich mit Details aber bedeckt. „Die erforderlichen Erhebungen und Untersuchungen zur Feststellung der Krankheit und der Infektionsquelle" seien eingeleitet worden, so Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer in einer nüchternen schriftlichen Stellungnahme. Doch die entscheidende Frage bleibt unbeantwortet: Woher kam die tödliche Gefahr? Angaben zur betroffenen Person werden „nicht erteilt" – die Ungewissheit lastet schwer auf der Region.

Bangen um Legionellen-Patientin

Was in Amstetten gerade beginnt, hat sich erst vor wenigen Wochen im Großraum Linz zur Tragödie ausgewachsen: 32 Menschen erkrankten, drei von ihnen bezahlten den Ausbruch mit dem Leben. Ein grausames Mahnmal dafür, wie unerbittlich sich die unsichtbare Gefahr aus dem Wasserhahn ausbreiten kann – und wie schnell aus einem einzelnen Fall ein tödliches Massenphänomen wird.

38 Mal hat es heuer bereits zugeschlagen

Auch Niederösterreich bleibt von der schleichenden Bedrohung nicht verschont: 38 Erkrankungen wurden allein seit Jahresbeginn registriert. 2025 waren es 74, 2024 ganze 63 Fälle – eine Serie, die nicht abzureißen scheint. Österreichweit meldete die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) im Vorjahr 419 Fälle. Zahlen, die eine bedrückende Wahrheit offenbaren: Die Gefahr lauert überall dort, wo Wasser fließt – unsichtbar, tückisch, und für manche am Ende tödlich.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden