Böller & Chaos

Derby-Schock: Ausschreitungen überschatten 6:1-Sieg

GAK-Fans zünden Pyrotechnik und füllen das Stadion mit rotem Rauch während eines Fußballspiels.
© APA/ERWIN SCHERIAU
Das Grazer Derby zwischen Sturm und GAK endete mit einem 6:1-Sieg für Sturm. Doch abseits des Rasens kam es zu heftigen Ausschreitungen. Videos auf Instagram zeigen brutale Szenen, während auch im Stadion Böller für gefährliche Situationen sorgten.
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Bereits beim Fanmarsch des GAK in Richtung Stadion spitzte sich die Lage zu. Wie auf Videos zu sehen ist, flogen Leuchtraketen in Richtung der Sturm-Anhänger. Die Polizei hatte rund um den Fanmarsch alle Hände voll zu tun.

Doch auch außerhalb des Stadions kam es zu Ausschreitungen. Beim Businesscenter in Liebenau, nahe dem Autobahnzubringer, soll es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Hooligans gekommen sein. Rund um das Burgerlokal "Heinz" soll es zudem massive Sachbeschädigungen gegeben haben.

Ausländische Hooligans involviert?

Berichten zufolge sollen auch Hooligans aus dem Ausland an den Auseinandersetzungen beteiligt gewesen sein. Sie sollen von GAK-Fans als Unterstützung angefordert worden sein. Diese Angaben sind bislang nicht offiziell bestätigt.

Auch beim Fanmarsch kam es zu gefährlichen Zwischenfällen: Zwei Polizisten sollen durch Böller schwer verletzt worden sein. Die Polizei ermittelt.

Fußballspiel mit Rauch und Pyrotechnik im Stadion, Fans jubeln auf der Tribüne.
Auch im Stadion sorgten die Fans für massive Probleme. © APA/ERWIN SCHERIAU

Bundesliga aktiviert Drei-Stufen-Plan

Auch im Stadion sorgten die Fans für massive Probleme. Während der Partie wurden auf beiden Seiten Pyrotechnik gezündet, aus dem GAK-Sektor flogen wiederholt Böller. Die Würfe führten zu Spielunterbrechungen und gefährlichen Situationen. Einzelne Zuschauer sollen deshalb ihren Platz verlassen haben.

Die Vorfälle hatten schließlich Konsequenzen: Erstmals wurde beim Grazer Derby in Liebenau der Drei-Stufen-Plan der Bundesliga aktiviert. Dieser sieht bei wiederholtem Fehlverhalten der Fans zunächst eine Unterbrechung und bei weiteren Vorfällen einen möglichen Spielabbruch vor.

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