Im Sommer sorgte der norwegische Ski-Star mit entsprechenden Überlegungen für Aufsehen. Doch aus dem möglichen Nationenwechsel wurde nichts. Der 32-Jährige bleibt weiterhin für Norwegen am Start. Der Grund dafür liegt im österreichischen Staatsbürgerschaftsrecht.
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Kristoffersen lebt bereits seit zehn Jahren in Salzburg und hat damit längst einen engen Bezug zu Österreich. Dennoch reicht der langjährige Wohnsitz nicht aus, um künftig für den ÖSV bei internationalen Rennen antreten zu dürfen. Dafür müsste der Norweger die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen.
Genau hier liegt das Problem: Österreich erlaubt grundsätzlich keine doppelte Staatsbürgerschaft bei einer freiwilligen Einbürgerung. Kristoffersen müsste deshalb seine norwegische Staatsangehörigkeit aufgeben, um Österreicher werden zu können.
Der Ski-Star wollte diese Möglichkeit offenbar genauer prüfen. Im Podcast "Intervjuet" erklärte er: "Ich habe versucht herauszufinden, ob es möglich wäre, beides zu vereinbaren." Letztlich scheiterte das Vorhaben an den rechtlichen Voraussetzungen.
Streit mit dem norwegischen Verband als Auslöser
Hinter den Überlegungen stand auch ein länger schwelender Konflikt mit dem norwegischen Skiverband. Dieser hatte seinen Athleten vorgeschrieben, einen Verbandssponsor auf dem Helm zu präsentieren. Für Kristoffersen war das ein Problem, weil er mit einem persönlichen Werbepartner finanziell bessere Konditionen hätte erzielen können.
Der Streit um die Werbeflächen belastete das Verhältnis zwischen dem Technik-Spezialisten und seinem Verband über längere Zeit. Erst vor Kurzem gab es eine Einigung: Der norwegische Verband hob die umstrittene Helmvorschrift auf.
Damit hat sich auch der sportpolitische Hintergrund eines möglichen Wechsels verändert. Kristoffersen bleibt Norweger und wird weiterhin für sein Heimatland antreten. Ein Start für Österreich ist vorerst kein Thema mehr.
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