Nach Hack

Cyberkrieger verteidigen unsere Supermärkte

Nahaufnahme eines Gesichts mit Brille, auf deren Gläsern bunte Grafiken reflektiert werden.
© Getty Images
Die heimischen Supermärkte rüsten sich gegen Cyberangriffe, nachdem es in anderen EU-Staaten zu Attacken kam. Spar hat eine eigene Abteilung für Cybersicherheit, auch Hofer hat eigenes Team. Rewe monitort die Lage kontinuierlich. Lidl baut gigantische Rechenzentren.
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Nach den Cyberangriffen auf die Kühlsysteme mehrerer europäischer Supermärkte rüsten sich die heimischen Supermarktketten gegen Attacken. Bei Spar gebe es eine eigene Abteilung, die sich auch mit der Sicherheit von Kühlsystemen beschäftige. Rewe (Adeg, Billa, BillaPlus, Penny) monitore die Lage kontinuierlich, aber bei den Unternehmen der Rewe Group in Österreich seien keine vergleichbaren Vorfälle bekannt. Auch bei Lidl sei man nicht betroffen.

"Blue Team" in der IT-Sicherheit

"Aus Sicherheitsgründen äußern wir uns nicht zu konkreten technischen Schutzmaßnahmen, eingesetzten Systemen oder sicherheitsrelevanten Prozessen", sagte eine Rewe-Sprecherin zur APA.

Auch der Diskonter Hofer verfügt über ein eigenes Team für IT-Sicherheit. "Wir können versichern, dass IT-Sicherheit einen hohen Stellenwert hat und entsprechende technische und organisatorische Maßnahmen umgesetzt werden", hieß es aus dem Unternehmen. Nähere Details gab Hofer ebenfalls aus Sicherheitsgründen nicht bekannt. In der IT heißen Cyberkrieger, die sich auf Verteidigung fokussieren "Blue Team".

Im Gegensatz zu Angreifern "Red Team". Diese versuchen, in Systeme einzudringen und prüfen dabei, ob es Schwachstellen gibt. Sie helfen somit ebenso dabei, die Verteidigung zu verbessern.

Lidl-Mutterkonzern baut Rechenzentren

Lidl gehört zur Schwarz-Gruppe, die über ihre Digitalsparte Schwarz Digits hochmoderne, europäische KI-Rechenzentren baut und betreibt. Das Ziel ist es, unter dem Cloud-Anbieter STACKIT eine komplett eigenständige und souveräne europäische Alternative zu den amerikanischen US-Hyperscalern (wie AWS oder Microsoft Azure) zu schaffen. Die Daten unterliegen damit strikt europäischem Recht und sind vor dem Zugriff durch den US CLOUD Act geschützt.

Spar hat eigene Abteilung für Cybersicherheit

Laut Spar-Sprecherin Nicole Berkmann ist beim Salzburger Familienunternehmen alles digitalisiert - vom Kühlsystem über das gesamte Bestellwesen bis hin zur Lagerlogistik. Daher gebe es eine eigene Abteilung für Cybersicherheit.

"Hackerangriffe gibt es auf der ganzen Welt, also die wird es auch in Österreich geben, aber wir tun alles daran, damit unsere Systeme sicher sind", sagte Berkmann am Dienstag im Ö1-"Morgenjournal". Ob es in der Vergangenheit schon Cyberangriffe gegen Spar Österreich gegeben hat, dürfe die Sprecherin aus Sicherheitsgründen nicht sagen.

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