Braune Nadeln, wohin man blickt: Wo grüne Weihnachtsträume wachsen sollten, stehen dürre Skelette. Für die rund 280 Christbaumbauern im Land ist der Sommer der Albtraum schlechthin, mit Schwerstarbeit und herben Verlusten.
Christian Eder aus Maria Laach am Jauerling im Bezirk Krems hat bis zur Erschöpfung gekämpft. Zweimal schleppte er Wasser auf seine Felder, drei Tage dauerte allein das Gießen einer Fläche. "Das macht extrem viel Arbeit, hat aber durch die lange Trockenheit trotzdem nicht viel gebracht", sagt er. Eigentlich muss er jede Woche gießen.
Auch interessant
Tod unter der Erde
Das Drama passiert im Verborgenen. Normalerweise bilden Jungbäume rund 20 Zentimeter lange Wurzeln, heuer sind es nur wenige Zentimeter. Sie verdursten, bevor sie Halt finden, erklärt Obmann Josef Reithner.
Ein Dürrejahr überleben die Betriebe noch, doch Reithner warnt: Kommt das öfter, müssen sich die Bauern eine andere Betriebssparte suchen. Eder setzt nun auf eine Tropfbewässerung, die das Wasser direkt zu den Wurzeln bringt.
Weihnachten doch gerettet?
Aufatmen gibt es für heuer: Der Christbaum ist gesichert, weil vor allem "nur" Jungbäume gestorben sind. Bis sie verkaufsfertig sind, vergehen fünf bis zehn Jahre. Die bittere Rechnung kommt somit erst später. Die gute Nachricht: Für heuer ist Weihnachten - noch - gerettet.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden