Mäcci-Petition
Burger-Aufstand: Deutsche wollen McRib zurück
Dienstag ging der McRib zum letzten Mal über die Theke, wie die Berichte zeigen. Von 1989 bis jetzt war er fest auf der Speisekarte verankert, seit Mittwoch ist er Geschichte. Fans reagieren emotional auf den Abschied, während unter dem Post von McDonald’s Deutschland auf Facebook Tausende Kommentare stehen und manche sogar drohen: "Nie wieder McDonald’s!"
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Petitionsstart gegen das Aus
Petitionsstarter Sebastian Jung stellt fest: "Für manche ist er nicht nur ein Burger, sondern eine Lebenseinstellung." Mit warmen Worten aus der Konzernzentrale geben sich die Unterzeichner nicht zufrieden und fordern von Deutschland-Chef Mario Federico ein festes Datum für das Comeback. Die Partei "Die Partei" rief in Köln zu einem Gedenkmarsch auf, um sich mit betroffenen Vätern zu solidarisieren. Vor allem Männer unterschreiben die Petitionen laut Change.org-Sprecherin Pauline Schmidt zu etwa 80 Prozent.
Hamsterkäufe und bizarre Angebote
In seinen letzten Tagen war der McRib vielerorts ausverkauft. Ein Nutzer aus Hamburg bietet auf Kleinanzeigen sieben gebunkerte McRibs an, während ein anderer seine PlayStation 5 Pro gegen McRibs tauschen möchte. Ein Kilo-Beutel McRib-Soße soll 100 Euro kosten, und ein McRib-Duschgel steht für 9999 Euro zum Verkauf. Eine McDonald’s-Filiale in Augsburg versteigerte die letzten zwei McRibs als Dinner für den guten Zweck.
Ursprung als kleine Notlösung
Anfangs der Achtziger verkauften sich die Chicken McNuggets in den USA so gut, dass das Hühnerfleisch knapp wurde und ein Schwein her musste. Erfinder war der Luxemburger Koch René Arend. In Amerika kam der McRib 1981 auf den Markt, floppte erst einmal, flog 1985 raus und kam 1989 zurück. Dauerhaft gab es ihn zuletzt nur in Deutschland und Luxemburg. Gehacktes Schweinefleisch in Form gepresst, BBQ-Soße, Gurken, weiße Zwiebeln und ein längliches Brötchen machten ihn aus. Die bittere Pointe: Genau zum deutschen Abschied kehrte er in den USA zurück, was den Starter der OpenPetition komplett im Stich gelassen fühlen lässt.
Neue Chancen für die Zukunft
Warum es zur Ausburgerung kam, erklärt ein McDonald’s-Sprecher so: "Die Küche ist auch nicht unendlich groß." Man setze verstärkt auf wechselnde Aktionsprodukte. Ein Zusammenhang mit neuen Regeln oder Schweinefleisch wird verneint, da zeitgleich der McFarmer zurückkehrt. Dieser macht den Fans Mut, da McDonald’s ihn nach über zehn Jahren Pause wegen starker Nachfrage zurückholte. Ein Abschied aus dem Standardsortiment bedeute laut einem Sprecher gegenüber der "WirtschaftsWoche" nicht zwangsläufig einen Abschied für immer, und eine Rückkehr sei durchaus denkbar.
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