Champions League

Austria-Frauen mit Machtdemonstration

Fußballteam in lila Trikots steht jubelnd im Kreis auf dem Spielfeld.
© GEPA pictures
Doublesieger Austria Wien hat mit dem klaren Aufstieg in die Ligaphase der Women's Champions League ein internationales Ausrufzeichen des österreichischen Fußballs gesetzt.
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Die Gegnerinnen erfahren die Austrianerinnen am Freitag (12 Uhr) bei der Auslosung in Nyon, am 22./23. September geht es los. "Wir wollen uns teuer verkaufen", sagte Trainer Stefan Kenesei und meinte, dass eine Teilnahme in der vergangenen Saison vielleicht zu früh gewesen wäre.

Da ging es immerhin ins Europa-Cup-Viertelfinale. "Wir wollen, wenn wir mitspielen, bereit sein und Ergebnisse liefern. Dass wir nicht jedes Spiel gewinnen, so klar sind wir schon im Kopf. Aber wir wollen Punkte sammeln im Idealfall und Leistungen zeigen, wo wir uns selber und die Fans stolz machen."

Verstärkungen: "Keine finanziellen Risiken"

Wunschlos habe er keines. "Alle Gegner sind großartig. Ich würde mir super Heimspiele wünschen für unsere Fans und uns selber. Das ist sicher eine coole Sache, das haben sich die Mädels verdient." Über Verstärkungen werde man nachdenken, intern reden.

Das Transferfenster schließt freilich schon am Donnerstag, vom Erreichen der Ligaphase habe man aber nicht ausgehen können. "Ich glaube, wir haben den Kader gut aufgestellt für diese Saison", sagte Kenesei im ORF-Gespräch. "Aber ich würde auch meinen Mädels vertrauen, dass sie das gut machen ohne Verstärkung."

Das Startgeld von 505.000 Euro soll nicht zwingend gleich reinvestiert werden, Austria-Vizepräsidentin Dagmar Schmidt bestätigte den Coach. "Es wird alles im Rahmen unserer Möglichkeiten sein und wir werden keine finanziellen Risiken eingehen", gab sie der APA bekannt. Man kenne durch ständige Beobachtung des Marktes interessante Spielerinnen.

Modesta Uka überstrahlte alle

Es müsste dann aber eine Lösung sein, die keine Eingewöhnung braucht und sofort hilft. Schmidt: "Sollte sich so etwas nicht ergeben, dann spielen wir mit dem aktuellen Team, das unser hundertprozentiges Vertrauen genießt."

Gerechtfertigt hat das am Dienstag allen voran Modesta Uka. Die Kosovarin erzielte drei der vier Tore, kurbelte unermüdlich. "Ein bisschen eine Modi-Uka-Show", meinte Kapitänin Carina Wenninger schmunzelnd. "Ich bin brutal stolz, wir haben ein super Spiel abgeliefert, waren von Anfang an extrem mutig. Wir sind ein sehr hohes Risiko gegangen, sind aber für das Risiko und den Mut und 90 Minuten volle Intensität belohnt worden."

Kenesei lobte auch die Fans: "Wir haben die Energie aufgesaugt von den Rängen. Ich glaube, das hat man gemerkt. Es war kein Zweifel am Sieger."

Sechs Spieltage bis Mitte Dezember

Mitgeholfen haben nicht nur die Zuschauer, sondern auch Branns Torfrau Sunniva Skoglund. Beim 2:0 durch Uka stand sie zu weit vor dem Tor, beim Eigentor zum 3:0 ließ sie einen Rückpass beim Stoppversuch durchlaufen. Kenesei sah in den Fehlern ein Resultat der Taktik.

"Wir wollten allgemein den Druck immer hoch halten und ihnen keine Ruhe lassen. Dann wirst du auch mental müde. Das kann ein Mitgrund sein. Wir haben gewusst, wir wollen auch die Torfrau unter Druck setzen." Das resultierte dann auch noch im vierten Treffer durch einen schönen Uka-Freistoß.

In der Ligaphase stehen neun fix Qualifizierte und neun Quali-Teams. Jedes Team erhält aus jedem der drei gebildeten Töpfe zwei Gegner. Der letzte Spieltag ist der 16. Dezember, die Top vier kommen weiter. Die Teams auf den Rängen fünf bis zwölf bestreiten vier Duelle um die restlichen Viertelfinalplätze.

Fix-Tickets hatten Titelverteidiger Barcelona, 2024/25-Titelträger Arsenal, Bayern München, Manchester City, Paris FC, Olympique Lyonnes, Roma, Benfica und Europa-Cup-Sieger Häcken (SWE). Uka: "Es sind alles Topvereine. Aber wenn wir alles geben, sind wir genauso stark."

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