Museum der Zukunft

Ars Electronica Center feiert 30. Geburtstag

Museum der Zukunft
© oe24
Im markanten Gebäude direkt an der Donau können Besucher nicht nur Ausstellungsstücke betrachten, sondern auch Künstlicher Intelligenz beim "Denken" zuschauen, selbstfahrende Autos trainieren, Roboter programmieren, 3D-drucken oder die eigene DNA mit der Genschere bearbeiten.
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Das erste "Museum der Zukunft" des Landes wurde am 2. September 1996 eröffnet: Auf 2.000 Quadratmetern wurde für 180 Millionen Schilling auf dem Kopf der Nibelungenbrücke das Ars Electronica Center (AEC) realisiert.

169 Rechner, vom einfachen PC bis zum größten Grafikcomputer Österreichs, hatte das neue Haus, hieß es 1996. Das war zu einer Zeit, in der es weder WLAN noch Cloud-Computing, Smartphones und soziale Medien, Streaming und Chatbots gab. "Kein Mensch hatte je etwas gegoogelt", steht 30 Jahre später auf der Website des AEC.

"Science Fiction" wurde Realität

Roboter
Kinder dürfen Roboter programmieren. © AEC

Auf 6.500 Quadratmetern Fläche finden aktuell interaktive Ausstellungen, Testräume, ein Medienarchiv sowie das Entwicklungslabor Futurelab Platz. Mittlerweile mehr als 200 Personen bilden das Team des AEC, das laut Gerfried Stocker, der seit der ersten Stunde das Haus führt, vor allem einen Anspruch hat: "Damit technologischer Fortschritt auch zum gesellschaftlichen Fortschritt beiträgt, müssen wir grundlegende Fragen immer wieder neu stellen und beantworten - genau darin liegt die Mission von Ars Electronica."

Was in drei Jahrzehnten im AEC oft wie "Science-Fiction" anmutete, sei heute längst Realität. So wurden zahlreiche Prototypen entwickelt. Der US-Künstler Ken Goldberg schuf gemeinsam mit dem Futurelab den "Telegarden", den Menschen aus aller Welt von 1996 bis 2004 über einen internetgesteuerten Roboterarm rund um die Uhr pflegen konnten. Die Telegärtnerinnen und Telegärtner trafen sich auch tatsächlich zu Meetings in Linz. Ein Publikumsmagnet war auch der Flugsimulator "Humphrey", der das Erlebnis des Fliegens vermittelte. Besucher und Besucherinnen zogen eine Art Anzug an, der mit einer am Kopf befestigten Anzeige ausgestattet war. Man schwebte in Flugpositionen, durch die Körperbewegungen navigierte man in einer Virtual-Reality-Umgebung.

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