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Alaba & Investoren klagen gegen Austria-Vorstand

Zwei Männer posieren.
© Gepa
Juristisches Nachspiel zu Austrias Vertragsverlängerung mit Wirtschafts-Vorstand Zagiczek.
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150 Minuten vor Anpfiff von Austrias Retourspiel gegen Braga gab es bereits ein intensives Match: Im Aufsichtsrat der Austria AG. Die fünf Mitglieder des Klubs unter Führung von Präsident Kurt Gollowitzer, der zwei Tage zuvor über eine Aussendung bekanntgeben ließ, bei Superfund einen neuen Job gefunden zu haben, was nicht viele Klubs machen würden, gegen die Mehrheit der Investoren in der Viola Investment AG. Es ging um Wirtschaftsvorstand Harald Zagiczek, dessen Vertrag am Sonntag endet.

Die fünf Austria-Vertreter waren für die von Gollowitzer vorgeschlagene Verlängerung um zwei Jahre, die vier der Investoren nicht. Sie behaupten, ein Vetorecht zu haben und werden das vor Gericht einklagen.

Verlängerung oder Neubestellung

Gestützt auf ein Gutachten von Universitätsprofessor Friedrich Rüffler, einen Spezialisten für Unternehmensrecht, dass es sich um keine Vertragsverlängerung, sondern eine Neubestellung handelt. Bei der es auf jeden Fall um ein Vetorecht geht. Vor Gericht trafen sich bereits Anfang Juli Ex-Sportvorstand Jürgen Werner als Kläger und Zagiczek.

Der erreichte einen Vergleich, musste sich aber verpflichten, einige Äußerungen über Werner, etwa die, dass der kriminelle Vergehen zu verantworten angedroht habe, ihn beruflich und wirtschaftlich zu vernichten, zu unterlassen. Zagiczek räumte ein, gelegentlich Blödsinn zu reden.

Nicht einmal drei Millionen für Ndukwe

Werners WTF-Investorengruppe hält 40,7 Prozent Anteile an der Viola-Investment. Aber sie fanden Mitstreiter, die auch mit Zagiczek unzufrieden sind. Weil er eigenmächtig den inzwischen wieder zurückgetretenen Michael Wagner als Sportvorstand einsetzte, U-17-Vizeweltmeister Ifeanyi Ndukwe zu schnell und zu billig an den FC Liverpool verkaufte. Um 15 Millionen billiger als Salzburg seinen Innenverteidiger Jannik Schuster an Brentford. Von den drei Millionen aus Liverpool dürften noch 15 Prozent an Ndukwes Berater Frank Schreier gegangen sein.

55,87 Prozent sind für Klage gegen Zagiczek

Die Mitstreiter von WTF sind der bekannte Architekt Peter Podsedensek und Österreichs Teamkapitän David Alaba mit "The Alabas Gmbh". Gemeinsam halten sie 55,87 Prozent. Die Mehrheit für eine Klage. Die WTF vertritt im Aufsichtsrat unter anderem Ried-Ehrenpräsident Peter Vogl, ein auf Sportrecht spezialisierter Jurist.

Keine Frage, dass dies alles nicht gut für die Austria ist. Andererseits war das auch nicht nachvollziehbar, dass Zagiczek gegen Werner und seine Investoren Stimmung machte. Ohne ihre Millionen würde es die Austria in ihrer derzeitigen Form, sprich in der Bundesliga, nicht mehr geben. Gollowitzers Ankündigung, die Austria werde bis Ende Juni die WTF-Anteile zurückkaufen, wurden nicht umgesetzt. Weil die Millionen fehlten.

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